Anker Max: Wer den neuen 7-kWh-Speicher wirklich braucht
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Veröffentlicht 3. September 2026
7 kWh Speicher, PV-Eingang bis 10 kW und eine Erweiterung auf bis zu 42 kWh: Die neue Anker SOLIX Solarbank Max spielt technisch in einer anderen Liga als klassische Balkonkraftwerk-Speicher. Doch größer ist nicht automatisch besser. Wir erklären, was die neue Solarbank kann, für welche Haushalte sie interessant ist und wann eine kleinere Lösung sinnvoller bleibt.
Am 22. Oktober 2026 startet der Verkauf der neuen Anker SOLIX Solarbank Max. Schon die technischen Daten* zeigen, dass Anker damit nicht einfach den nächsten Speicher für ein Balkonkraftwerk auf den Markt bringt. Die Max ist vielmehr als kompaktes Speichersystem für deutlich größere Solaranlagen gedacht. Anker selbst bezeichnet das Gerät als „weltweit ersten Plug-in-Heimspeicher mit einer Solareingangsleistung von
bis zu 10 kWp."
„Mit 7 kWh Speicherkapazität und bis zu 10 kWp Solareingangsleistung bietet die Solarbank Max deutlich mehr Reserven als klassische Balkonkraftwerk-Speicher. Besonders interessant ist sie deshalb für Haushalte mit größerer PV-Fläche und entsprechend höherem Strombedarf“, sagt Marco Larousse, Produktexperte bei kleines kraftwerk.
Im folgenden Video zeigt euch Marco Larousse, was die Anker Max alles kann.
Was ist die Anker SOLIX Solarbank Max?
Im Kern kombiniert die Solarbank Max einen Batteriespeicher mit der Leistungselektronik für eine größere PV-Anlage. Solarmodule können direkt an das System angeschlossen werden. Dafür stehen drei MPP-Tracker zur Verfügung. Der zulässige MPPT-Spannungsbereich reicht laut Datenblatt von 30 bis 550 Volt, die maximale PV-Eingangsspannung beträgt 600 Volt. Insgesamt kann das Gerät bis zu 10 kW PV-Leistung aufnehmen.
Marco Larousse
Produktexperte
„Damit unterscheidet sich die Max grundlegend von einem typischen Akku, der lediglich den Überschuss eines kleinen Steckersolargeräts zwischenspeichert. Die Max kann zum zentralen Bestandteil einer größeren Solaranlage werden", so der Experte.
Das Hauptgerät bringt bereits7 kWh Speicherkapazitätmit. Verwendet werden LFP-Zellen mit einer angegebenen Kapazität von 314 Ah. Bis zu fünf zusätzliche Batteriemodule können ergänzt werden. So wächst das System schrittweise von 7 auf 14, 21, 28, 35 und schließlich 42 kWh. Laut Anker ist die Solarbank Max auf bis zu 10.000 Ladezyklen und eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ausgelegt. Dazu kommen zehn Jahre Herstellergarantie und eine angegebene Entladetiefe von 100 %.
Die 10 kW sollte man richtig einordnen
Eine Zahl dürfte bei der Vorstellung besonders auffallen: 10 kW. Sie bezeichnet allerdings die maximale Leistung auf der PV-Seite und nicht die Leistung, die die Solarbank dauerhaft ins Hausnetz abgeben kann. Für Deutschland nennt das Datenblatt bei einer festen elektrischen Anbindung eine Ausgangsleistung von bis zu 4,6 kW. Für die Netzverbindung über die im Datenblatt genannten Steckverbindungen sind 3,68 kW angegeben. Die Zertifizierungsunterlagen führen darüber hinaus unterschiedliche Gerätevarianten mit 800 W, 2.500 W, 3.500 W, 4.600 W und 5.000 W Ausgangsleistung auf.
Auch für den Ersatzstrombetrieb gibt Anker konkrete Leistungswerte an. Laut Datenblatt stehen am separaten Backup-Ausgang dauerhaft 3,5 kW zur Verfügung. Kurzzeitig sind deutlich höhere Spitzen möglich, nämlich 7,5 kW für zehn Sekunden und 10 kW für eine Sekunde. „Das ist vor allem bei Geräten interessant, die beim Einschalten kurzfristig deutlich mehr Leistung benötigen als anschließend im normalen Betrieb."
PowerOS und Anka: So wird die Max zum smarten Energiemanager
Die Solarbank Max speichert nicht nur Solarstrom, sondern soll Energie im Haushalt möglichst intelligent verteilen. Dafür nutzt Anker das Energiemanagementsystem PowerOS und den KI-Assistenten Anka. Das System berücksichtigt unter anderem Wetterdaten, Strompreise und den aktuellen Verbrauch und entscheidet darauf basierend, wann Energie gespeichert oder genutzt wird.
Besonders interessant ist das bei dynamischen Stromtarifen. Ist Strom aus dem Netz gerade günstig, kann die Max gezielt laden und die Energie später zur Verfügung stellen. Laut Anker sind dafür Daten von mehr als 870 Stromanbietern eingebunden. Gerade im Winter, wenn die Solarmodule weniger liefern, kann das sinnvoll sein.
Auch ins Smart Home lässt sich die Max einbinden. Home Assistant wird unterstützt, sodass sich beispielsweise bestimmte Verbraucher gezielt mit Solarstrom versorgen lassen. Die Haushaltsdaten werden laut Anker dabei lokal verarbeitet.
Für wen sind 7 kWh Speicher sinnvoll?
Genau an dieser Stelle wird die Max interessant, denn 7 kWh sind für einen Balkonkraftwerk-Speicher bereits eine Menge Energie. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Kilowattstunden im Keller stehen zu haben. Ein Speicher sollte zu PV-Erzeugung und Stromverbrauch passen. Welche Speichergröße für deinen Haushalt sinnvoll ist, hängt deshalb vor allem vom regelmäßig verfügbaren Solarüberschuss ab. Er muss regelmäßig genügend Solarstrom bekommen, um sinnvoll geladen zu werden, und es sollte später auch genügend Verbrauch vorhanden sein, um diesen Strom wieder zu nutzen.
Das Gerät kann laut Datenblatt innen oder außen betrieben werden (Credit: Anker)
Wer nur eine kleine Modulfläche besitzt und tagsüber bereits einen großen Teil der erzeugten Energie direkt verbraucht, kann einen 7-kWh-Speicher möglicherweise nur selten vollständig füllen. Zusätzliche Kapazität bringt dann wenig.
Anders sieht es bei einem Haus mit mehreren Kilowatt PV-Leistung aus. Dort können an sonnigen Tagen über Stunden größere Überschüsse entstehen. Werden gleichzeitig am Abend und in der Nacht mehrere Kilowattstunden benötigt, lässt sich ein größerer Speicher wesentlich besser ausnutzen.
„Das gilt besonders für Haushalte mit höherem Strombedarf. Dazu können Familien gehören, aber auch Häuser mit Wärmepumpe, Elektroauto oder anderen größeren Verbrauchern. Entscheidend bleibt allerdings das tatsächliche Verbrauchsprofil. Eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto allein sind noch kein Grund, automatisch einen möglichst großen Speicher zu kaufen."
Der große Vorteil liegt im PV-Eingang
Der vielleicht spannendste Punkt der Max ist deshalb gar nicht ihre Speicherkapazität, sondern der PV-Eingang bis 10 kW. Damit lässt sich eine wesentlich größere Modulfläche direkt an das System anbinden. Drei getrennte MPP-Tracker helfen dabei, unterschiedliche Modulfelder zu verwalten. Das ist interessant, wenn Solarmodule auf verschiedenen Dachflächen liegen oder unterschiedliche Ausrichtungen haben.
Allerdings bedeutet die Angabe „10 kW PV-Eingang“ nicht, dass beliebige Solarmodule einfach zusammengeschaltet werden können. Für jeden geplanten String müssen Spannung und Strom geprüft werden. Das Datenblatt nennt maximal 18 A Eingangsstrom pro MPP-Tracker und maximal 25 A Kurzschlussstrom. Ebenso darf die maximal zulässige Eingangsspannung von 600 Volt nicht überschritten werden. Gerade hier wird deutlich, dass die Max technisch nicht mehr mit dem Anschließen eines üblichen Balkonkraftwerks vergleichbar ist.
Ist die Solarbank Max noch ein Balkonkraftwerk-Speicher?
Die Solarbank Max lässt sich zwar auf geringere AC-Leistungen konfigurieren, ihre technische Auslegung reicht aber deutlich über das hinaus, was man üblicherweise unter einem Steckersolargerät versteht. 10 kW PV-Eingang, Spannungen bis 600 Volt und eine mögliche AC-Leistung von mehreren Kilowatt machen daraus eher ein kompaktes PV- und Speichersystem für das Haus.
Entsprechend wichtig ist die Anschlussart
Wer die Max mit größerer PV-Leistung und mehreren Kilowatt AC-Leistung betreiben möchte, befindet sich nicht mehr im vereinfachten Bereich eines klassischen Balkonkraftwerks. Die elektrische Planung und die konkreten Anforderungen an Netzanschluss und Anmeldung müssen deshalb zur jeweiligen Konfiguration passen.
Beim Aufstellort muss man etwas mehr planen
Mit 7 kWh ist die Max kein Speicher, den man regelmäßig umstellt. Schon das Grundgerät wiegt 76,5 Kilogramm. Mit jeder Erweiterungsbatterie wächst das System weiter. Bei maximal 42 kWh nennt Anker ein Gesamtgewicht von knapp 392 Kilogramm. Anker sieht eine stehende Montage vor. Das Gerät kann innen oder außen betrieben werden. „Wer mehrere Batteriemodule plant, sollte den Standort deshalb von Beginn an so wählen, dass ausreichend Platz vorhanden ist und der Untergrund das Gewicht sicher aufnehmen kann", sagt Marco Larousse.
Wer braucht die Anker Solarbank Max also wirklich?
Die Max ist vor allem interessant, wenn drei Dinge zusammenkommen: eine größere nutzbare PV-Fläche, ein entsprechender Stromverbrauch und der Wunsch, einen großen Teil des erzeugten Solarstroms zeitversetzt selbst zu nutzen. Für ein kleines Balkonkraftwerk mit wenigen Modulen wäre sie meistens überdimensioniert. Hier sind kleinere Speicher einfacher und in vielen Fällen passender.
Spannender wird die Max bei einem Einfamilienhaus, auf dem beispielsweise mehrere Kilowatt Modulleistung installiert werden können. Hier spielen der 10-kW-PV-Eingang, die 7 kWh Grundkapazität und die Möglichkeit zur späteren Erweiterung ihre Stärken aus.
Auch wer heute mit 7 kWh beginnen möchte, aber einen steigenden Stromverbrauch erwartet, bekommt Spielraum. Statt sofort sehr viel Kapazität zu kaufen, lässt sich der Speicher später um weitere 7-kWh-Module ergänzen. Genau darin liegt die eigentliche Besonderheit der Solarbank Max: Sie schließt die Lücke zwischen den inzwischen sehr leistungsfähigen Balkonkraftwerk-Speichern und klassischen größeren PV-Speichersystemen.
Was kostet die Anker SOLIX Solarbank Max?
Der reguläre Verkaufspreis der Solarbank Max liegt bei 2.299 Euro. Verkaufsstart ist der 22. Oktober 2026.
Bei kleines kraftwerk wird es vor dem Verkaufsstart eine Pre-Heat-Aktion geben. Wer sich vorab registriert, erhält die Solarbank Max beim Start 200 Euro unter dem regulären Preis. Der Aktionspreis ist allerdings nur ein Nebenaspekt. Entscheidend sollte vor dem Kauf die Frage sein, ob ein Speicher dieser Größenordnung zur eigenen PV-Anlage und zum eigenen Verbrauch passt.
Denn gerade bei der Max gilt: Wer die technischen Möglichkeiten tatsächlich nutzen kann, bekommt ein ungewöhnlich leistungsfähiges und ausbaufähiges Speichersystem. „Wer lediglich den Überschuss eines kleinen Balkonkraftwerks in den Abend retten möchte, braucht diese Größe dagegen meist nicht", so Experte Larousse abschließend.
*Das uns vorliegende Datenblatt weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Produktspezifikationen noch ändern können (Stand: 3. September 2026)
Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in renommierten Verlagshäusern und der Unternehmenskommunikation bringt Marion umfassendes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von kleines kraftwerk ein. Seit 2025 schreibt sie über erneuerbare Energien und begleitet die Energiewende mit fundierten Ratgebern und praxisnahen Beiträgen.