Wie sich ein E-Auto mit Balkonkraftwerk-Strom laden lässt
Was ein einzelnes Balkonkraftwerk schafft – und was nicht
Ein Balkonkraftwerk mit 800 Watt Einspeiseleistung liefert je nach Modulzahl, Standort und Ausrichtung heute realistisch zwischen 800 und 1.000 kWh Strom im Jahr. Ein Duo-Set mit zwei Modulen kommt in der Praxis auf rund 900 bis 1.000 kWh jährlich.
Welche Produkte funktionieren – und warum diese Kombination
- Duo XL – 1.000 Wp, 2 bifaziale TopCon-Module, Hoymiles-Wechselrichter HMS-800-2WB
- Duo BC – 960 Wp, 2 bifaziale BC-Module
- Quattro XL – 2.000 Wp, 4 TopCon-Module, ohne Speicher oder mit Anker SOLIX 3 Pro Speicher
Das zentrale Problem beim E-Auto-Laden mit Mini-PV
- 2,68 kWh Speicherkapazität (erweiterbar bis 16,12 kWh durch Zusatzakkus)
- Vier MPPT-Eingänge für bis zu acht Solarpanels
- Integration in das Anker-Ökosystem inklusive App-Steuerung
Anker Wallbox + Power Dock: das System für die Garage
Anker SOLIX Power Dock – verbindet bis zu vier Anker Solarbänke zu einem gemeinsamen System. In der größten Ausbaustufe sind möglich:
- PV-Eingangsleistung bis zu 14,4 kW
- Speicherkapazität bis zu 64,5 kWh
- AC-Ausgangsleistung bis zu 4,8 kW
Wichtig für die Planung: Der Power Dock hat keine eigenen MPPT-Eingänge. Die Solarmodule werden weiterhin direkt an den einzelnen Solarbänken angeschlossen, der Power Dock bündelt anschließend deren Leistung und steuert den Energiefluss – auch in Richtung Wallbox.
Anker SOLIX V1 (Ladegerät fürs E-Auto) – aktuell verfügbar sind Varianten mit:
- einphasig bis 7,4 kW
- dreiphasig bis 11 kW
Das Ladegerät wird über die Power-Dock-Anbindung angesteuert und lädt automatisch dann, wenn überschüssiger Solarstrom zur Verfügung steht.
Was ist eine Wallbox?
Eine Wallbox lädt dein E-Auto sicher und deutlich schneller als eine normale Steckdose. Sie wird an der Wand oder einer Standsäule montiert und verbindet dein Fahrzeug sicher mit dem Stromnetz.
Wie ein sinnvolles System aussieht – Schritt für Schritt erklärt
- Bedarf ermitteln. Wie viele Kilometer fährst du im Jahr, wie hoch ist dein Grundverbrauch im Haushalt? Daraus ergibt sich, wie groß Modulfläche und Speicher ausfallen sollten.
- Basis-Set wählen. Für den Einstieg eignet sich das Quattro XL mit 2.000 Wp – die maximale Modulleistung, die im Rahmen eines klassischen Balkonkraftwerks noch sinnvoll ist.
- Speicher ergänzen. Die Solarbank 3 E2700 Pro sorgt dafür, dass tagsüber erzeugter Strom auch abends noch verfügbar ist.
- Bei Bedarf auf mehrere Speicher erweitern. Wer merkt, dass eine Solarbank nicht reicht, verbindet über den Power Dock bis zu vier Einheiten miteinander.
- Wallbox integrieren. Erst mit dem Power Dock lässt sich ein Ladegerät fürs E-Auto sinnvoll anbinden, sodass überschüssiger Solarstrom automatisch ins Auto statt ins Netz fließt.
Wichtig: Sobald ein Power Dock ins Spiel kommt, handelt es sich technisch nicht mehr um ein einfaches Balkonkraftwerk, sondern um eine vollwertige PV-Anlage. Anschluss und Anmeldung müssen dann von einer Elektrofachkraft übernommen werden.
Was ein solches System kostet
Ein Bundle aus kleines kraftwerk Quattro XL (2.000 Wp) mit der Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro kostet aktuell 1489 Euro, das Set mit der Anker SOLIX 4 Pro 1899 Euro. Das Power Dock (289 Euro) und das Ladegerät (ab 420 Euro) kommen als separate Investition hinzu






