Balkonkraftwerk-Ertragsrechner: Wie viel Strom erzeugt deine Anlage?
Wie viel Solarstrom kann dein Balkonkraftwerk im Jahr erzeugen? Und wie viel davon kannst du selbst nutzen? Mit unserem kostenlosen Balkonkraftwerk-Ertragsrechner findest du es heraus. Gib deinen Standort, die gewünschte Modulleistung und einige Angaben zu deinem Stromverbrauch ein. Der Rechner schätzt deinen möglichen Jahresertrag und deine rechnerisch vermiedenen Stromkosten.
Jetzt deinen Solarertrag berechnen
Ein Balkonkraftwerk mit 800 Wp erzeugt nicht an jedem Standort gleich viel Strom. Eine Anlage auf einem sonnigen Südbalkon liefert andere Ergebnisse als dieselben Solarmodule an einer senkrechten Westfassade. Auch Verschattung und dein persönlicher Stromverbrauch spielen eine Rolle.
Unser Rechner berücksichtigt verschiedene Angaben zu deiner geplanten Anlage und deinem Haushalt. Je genauer du diese machst, desto besser lässt sich das Ergebnis einordnen.
Balkonkraftwerk-Ertragsrechner
Vergleiche mögliche Solarerträge und den voraussichtlich selbst genutzten Solarstrom. Die Ergebnisse basieren auf vereinfachten Annahmen, nicht auf einer standortgenauen Simulation.
Dein berechnetes Ergebnis
So kommt die Modellrechnung zustande
Der Solarertrag ergibt sich aus der ausgewählten Modulleistung, regionalen Pauschalwerten und festen Faktoren für Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Die regionalen Ausgangswerte betragen 850, 950 oder 1.050 kWh je kWp und Jahr. Konkrete lokale Wetterdaten werden nicht ausgewertet.
Der selbst genutzte Solarstrom wird aus pauschalen Modellquoten für Anlagentyp und Tagesverbrauch geschätzt und auf den angegebenen Jahresverbrauch begrenzt. Es erfolgt keine stunden- oder minutengenaue Verbrauchsberechnung und keine individuelle Speichersimulation. Insbesondere die Begrenzung durch den 800-VA-Wechselrichter wird nicht zeitaufgelöst berechnet.
Die rechnerische Amortisationszeit setzt die Anschaffungskosten ins Verhältnis zur jährlichen Stromkostenersparnis. Für die 20-Jahres-Rechnung wird eine jährliche Ertragsminderung von 0,5 Prozent bei konstantem Strompreis angenommen. Laufende Kosten, Finanzierung, Reparaturen und Ersatzinvestitionen sind nicht berücksichtigt. Es handelt sich nicht um eine Garantie.
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Hinweis: Die Ergebnisse sind unverbindliche Modellrechnungen und keine garantierten Ertrags- oder Einsparwerte. Tatsächliche Stromerzeugung und Eigenverbrauch können abweichen. Auch mögliche Folgekosten sind bei einer vereinfachten Wirtschaftlichkeitsberechnung zu berücksichtigen.
Wie funktioniert der Balkonkraftwerk-Ertragsrechner?
Du musst weder Solarexperte sein noch komplizierte Formeln kennen. Für die Berechnung benötigst du lediglich einige grundlegende Angaben zu deiner geplanten Anlage.
- Standort und Modulleistung: Dein Wohnort beeinflusst, wie viel Sonnenenergie im Jahresverlauf zur Verfügung steht. Die Leistung der Solarmodule wird in Watt Peak (Wp) angegeben. Sie beschreibt die Nennleistung unter standardisierten Testbedingungen, nicht die tatsächlich erzeugte Strommenge.
- Ausrichtung und Neigungswinkel: Zeigen deine Module nach Süden, Osten oder Westen? Sind sie auf einem Flachdach aufgeständert oder senkrecht an der Balkonbrüstung montiert? Beides verändert den möglichen Solarertrag und dessen Verteilung über den Tag.
- Verschattung: Bäume, Nachbargebäude oder eine darüberliegende Balkonplatte können die Stromproduktion reduzieren. Berücksichtige deshalb auch Schatten, der nur zu bestimmten Tageszeiten auftritt.
- Stromverbrauch und Strompreis: Deinen Jahresverbrauch findest du auf deiner letzten Stromabrechnung. Trage außerdem deinen tatsächlichen Arbeitspreis je Kilowattstunde ein. Der monatliche Grundpreis gehört nicht dazu, da er durch den Eigenverbrauch normalerweise nicht entfällt.
- Anschaffungskosten und Tagesverbrauch: Gib möglichst den vollständigen Kaufpreis inklusive benötigter Halterungen und Zubehör an. Mit der Auswahl zum Stromverbrauch tagsüber hilfst du dem Rechner, den möglichen Eigenverbrauch einzuschätzen.
Wie viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk im Jahr?
Die wichtigste Zahl bei einem Balkonkraftwerk ist nicht allein die Modulleistung. Entscheidend ist, wie viele Kilowattstunden (kWh) deine Anlage über das Jahr tatsächlich erzeugen kann.
Ein gut ausgerichtetes Balkonkraftwerk mit rund 800 Wp Modulleistung kann unter günstigen Bedingungen etwa 600 bis 900 kWh jährlich erzeugen. Diese Größenordnung ist jedoch kein allgemeingültiger Ertragswert. Bei einer ungünstigen Ausrichtung oder stärkerer Verschattung kann der Ertrag deutlich geringer ausfallen.
Mehr Modulleistung führt bei auf 800 VA begrenzten Wechselrichtern nicht immer zu einer proportional höheren AC-Strommenge. Die zeitliche Abregelung wird in diesem einfachen Rechner nicht gesondert simuliert. Mehrere Module können dennoch sinnvoll sein, weil sie die Stromproduktion insbesondere bei geringer Einstrahlung oder unterschiedlicher Ausrichtung verbessern können.
Welche Unterschiede zwischen Watt, Watt Peak und Kilowattstunden bestehen, erklären wir ausführlich in unserem Ratgeber So viel Strom erzeugt ein Balkonkraftwerk wirklich .
Warum Ausrichtung und Neigungswinkel so wichtig sind
Ein nach Süden ausgerichtetes Solarmodul mit ungefähr 30 Grad Neigung erreicht in Deutschland häufig einen hohen Jahresertrag. Trotzdem muss das nicht die beste Lösung für jeden Haushalt sein.
Ostmodule liefern einen größeren Teil ihrer Energie am Vormittag, Westmodule eher am Nachmittag und Abend. Wenn du zu diesen Zeiten besonders viel Strom verbrauchst, kann eine solche Ausrichtung interessant sein.
Auch senkrecht montierte Module haben ihre Besonderheiten. Sie erzeugen im Sommer meistens weniger Strom als günstig geneigte Anlagen, können aber einen vergleichsweise größeren Anteil ihres Jahresertrags in den sonnenärmeren Monaten liefern. Entscheidend ist deshalb nicht ausschließlich die höchste Jahresproduktion, sondern auch, wann der Strom anfällt.
Mehr dazu erfährst du im Beitrag Welcher Neigungswinkel ist für ein Balkonkraftwerk optimal? .
Solarertrag und Eigenverbrauch: Das ist der Unterschied
Angenommen, dein Balkonkraftwerk erzeugt im Jahr 800 kWh Solarstrom. Diese Menge entspricht nicht automatisch deinem eingesparten Netzstrom. Ohne Batteriespeicher nutzt du den erzeugten Strom unmittelbar im Haushalt, sofern zur selben Zeit elektrische Geräte laufen. Produziert die Anlage mehr Strom, als du gerade benötigst, kann der Überschuss ins öffentliche Netz fließen.
Ein einfaches Rechenbeispiel: Erzeugt deine Anlage 800 kWh pro Jahr und nutzt du davon 60 Prozent selbst, sind das 480 kWh. Bei einem angenommenen Strompreis von 32 Cent pro kWh ergibt sich eine rechnerische Stromkostenersparnis von 153,60 Euro im Jahr.
Die übrigen 320 kWh würden in diesem vereinfachten Beispiel nicht selbst verbraucht. Eine mögliche Einspeisevergütung ist nicht eingerechnet. Wichtig ist also die Eigenverbrauchsquote. Sie beschreibt den Anteil des erzeugten Solarstroms, den du selbst nutzt. Warum gerade dieser Wert für deine Stromrechnung entscheidend ist, erklären wir auch in unserem Artikel Solarertrag: So viel Strom ist direkt nutzbar .
Wie zuverlässig ist die berechnete Stromkostenersparnis?
Ein Ertragsrechner kann dir eine Orientierung geben. Deinen tatsächlichen Stromverbrauch und das Wetter der kommenden Jahre kennt er allerdings nicht. Der Standortwert ist eine Annahme zum möglichen Solarertrag. Auch Neigung, Ausrichtung und Verschattung lassen sich mit wenigen Eingaben nur vereinfacht erfassen. Hinzu kommen Temperaturunterschiede, Wechselrichterbegrenzungen und weitere technische Verluste.
Besonders vorsichtig solltest du Angaben zur Amortisationszeit und zur Ersparnis über 20 Jahre betrachten. Die rechnerische Amortisationszeit beschreibt, nach welchem Zeitraum die angenommenen vermiedenen Stromkosten die angesetzten Anschaffungskosten ausgleichen würden. Sie ist keine Garantie, dass die Anlage ihre Anschaffungskosten in dieser Zeit tatsächlich ausgleicht.
Für eine langfristige Wirtschaftlichkeitsbetrachtung spielen auch Veränderungen des Strompreises, eine mögliche Leistungsabnahme der Module, Wartung und Reparaturen sowie der eventuelle Austausch einzelner Komponenten eine Rolle. Eine über 20 Jahre hochgerechnete Ersparnis ist deshalb nur unter den gewählten Annahmen aussagekräftig. Sie darf nicht mit einer sicheren finanziellen Prognose verwechselt werden.
Weitere Hintergründe findest du in unserem Ratgeber Lohnt sich ein Balkonkraftwerk? .
Welches Balkonkraftwerk passt zu deiner Berechnung?
Mit dem Ertragsrechner hast du einen ersten Überblick darüber gewonnen, wie viel Solarstrom an deinem geplanten Standort möglich sein könnte. Im nächsten Schritt solltest du prüfen, wie viel Platz für Solarmodule vorhanden ist, welche Halterung du benötigst und ob dein Stromverbrauch eher tagsüber oder am Abend anfällt. Dabei muss es nicht immer die größte Anlage sein. Entscheidend ist, dass die Komponenten zu deinem Montageort und deinem tatsächlichen Bedarf passen.

