Wer zum ersten Mal über ein Balkonkraftwerk nachdenkt, landet schnell bei einer Frage, die auf den ersten Blick simpel klingt: Brauche ich eigentlich einen Speicher? Aber wer verstanden hat, wie ein Balkonkraftwerk mit Speicher im Alltag wirklich funktioniert, kommt fast immer zu demselben Schluss, nämlich, dass man ohne einen Speicher einen erheblichen Teil des selbst erzeugten Stroms verschenkt.
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Das Grundproblem ist so alt wie die Solarenergie selbst: Sonne und Verbrauch passen nicht zusammen. Die meisten Menschen sind tagsüber nicht zu Hause, wenn die Module auf dem Balkon oder dem Dach am meisten produzieren. Der erzeugte Strom fließt dann ungenutzt ins öffentliche Netz. Ein Speicher ändert das grundlegend. Er nimmt den tagsüber erzeugten Solarstrom auf und gibt ihn genau dann ab, wenn er gebraucht wird: morgens beim Kaffeekochen, abends beim Kochen, nachts beim Laden des Smartphones. Erst mit diesem Baustein schließt sich der Kreislauf wirklich.
Wie viel bringt ein Speicher beim Balkonkraftwerk konkret?
"Ohne Speicher liegt der sogenannte Eigenverbrauchsanteil bei einem typischen Zwei-Personen-Haushalt mit tagsüber wenig Anwesenheit oft nur bei 20 bis 30 Prozent. Der Rest verpufft ungenutzt. Mit einem gut dimensionierten Akku steigt dieser Wert auf 70 bis über 80 Prozent. Das ist abhängig vom jeweiligen Verbrauchsprofil und der Speichergröße", so Markus Struck, Geschäftsführer von Kleines Kraftwerk.
Gleichzeitig muss man ehrlich bleiben, denn ein Speicher kostet mehr Geld als die Solarmodule, macht aber das Gesamtset komplexer. Wer tagsüber viel zu Hause ist (im Homeoffice, mit Kindern oder bereits im Ruhestand) profitiert auch ohne Speicher deutlich stärker von seinem Balkonkraftwerk als jemand, der die Wohnung morgens verlässt und abends zurückkommt. Für sie ist der Speicher kein optionales Extra, sondern der entscheidende Faktor, der aus einer netten Spielerei eine verlässliche Stromquelle macht.
Was unterscheidet gute Balkonkraftwerksspeicher voneinander?
Der Markt für Balkonkraftwerk-Speicher ist in den letzten zwei Jahren regelrecht explodiert. Neben sinnvollen Produkten gibt es auch viele, bei denen man nach einem Jahr die erste Ernüchterung erlebt.
Dazu gehört unter anderem Kapazitätsverlust, eine schlechte App-Anbindung, eine umständliche Installation oder gar eine unzuverlässige Wechselrichter-Kommunikation.
Wer sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, merkt schnell, dass nicht jeder Speicher gleich ist.
Die wichtigsten Kriterien sind die nutzbare Kapazität in Kilowattstunden. Damit ist die maximale Entladeleistung, die Lade- und Entladeeffizienz sowie die Zyklenlebensdauer, also wie oft der Akku be- und entladen werden kann, bevor seine Kapazität spürbar nachlässt.
Moderne LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) gelten hier als Goldstandard, weil sie thermisch stabil sind, sehr lange halten und sich nicht so schnell degradieren wie ältere Lithium-Ionen-Bauformen.
"Ein weiterer Punkt, der oft unterschätzt wird, ist die Systemintegration. Speicher, Solarmodule und Wechselrichter müssen als Einheit denken. Wenn der Speicher nicht weiß, wie viel Strom gerade produziert wird, und der Wechselrichter nicht weiß, wie viel Kapazität im Akku noch frei ist, arbeitet das System nicht optimal. Echte Intelligenz bedeutet, dass alle Komponenten miteinander kommunizieren. Idealerweise wird dies über eine App gesteuert, die einem auch auf dem Handy zeigt, was gerade passiert", so Markus Struck erneut.
Warum die Anker SOLIX Pro 3 in dieser Kategorie heraussticht
Wer sich die verfügbaren Speicherlösungen für Balkonkraftwerke anschaut, landet früher oder später bei der Anker SOLIX-Linie. Anker ist ein Hersteller, der ursprünglich aus dem Bereich Ladegeräte und Akkupacks kommt und dabei eine Präzision im Umgang mit Energiemanagement mitgebracht hat, die vielen reinen Solar-Newcomern fehlt.
Die Anker SOLIX Pro 3 ist dabei das bisher ausgefeilteste Modell dieser Reihe. Sie wurde mit Blick auf den Balkonkraftwerk-Markt entwickelt, und zwar mit einer Kapazität, die für die meisten Haushalte ausreicht, einer sauberen App-Steuerung und einer Bauform, die sich auch in kleineren Wohnungen oder auf Balkonen noch sinnvoll aufstellen lässt.
Besonders spannend ist, dass die Pro 3 den Ladevorgang nach Wetterdaten und Verbrauchsprognosen steuern kann, sodass sie morgens nicht voll geladen ist, wenn sowieso ein sonniger Tag zu erwarten ist. Die Anker Pro 3 hält somit Kapazitäten frei, um den Tagesstrom optimal aufzunehmen.
Was viele nicht wissen: Kleines Kraftwerk hat an der Entwicklung der SOLIX Pro 3 mitgewirkt. Als größter Vertriebspartner von Anker SOLIX in Deutschland war so der direkte Austausch mit echten Kundenanforderungen möglich. Das ist kein Zufall, sondern erklärt, warum das Gerät in der Praxis so gut funktioniert. Die SOLIX pro 3 wurde nicht am Reißbrett für einen imaginären Durchschnittshaushalt entwickelt, sondern mit dem Feedback von Menschen, die tatsächlich auf dem Balkon oder Flachdach Strom erzeugen wollen.
Gut zu wissen: In einem neuen Test von Stiftung Wartentest hat der Anker SOLIX Pro 3 als Testsieger abgeschnitten!
Wenn Unabhängigkeit kein Kompromiss sein soll
Es ist somit nicht verwunderlich, dass das meistverkaufte Komplettpaket bei Kleines Kraftwerk das Quattro XL-Set mit 2000 Wp und der Anker SOLIX Pro 3 ist. Viele könnten jetzt denken, dass 2000 Wp für ein Balkonkraftwerk übertrieben sind, aber hier lohnt sich ein kurzer Exkurs.
"In Deutschland ist die Einspeiseleistung eines Balkonkraftwerks auf 800 Watt begrenzt. Das gilt für den Wechselrichter, also die Leistung, die ins Hausnetz fließt. Die installierte Modulleistung darf aber höher sein, weil Module selten ihre Spitzenleistung erreichen und weil ein höherer Wert die Erträge in der Morgen- und Abenddämmerung sowie an bewölkten Tagen deutlich verbessert. 2000 Wp Modulleistung bei 800 W Einspeiseleistung ist deshalb keine Grauzone, sondern eine sinnvolle Auslegung, die in der Praxis mehr Ertrag bringt", so Christian Ofenheusle, Vorstand beim Bundesverband Steckersolar.
Mit dieser Kombination aus Modulleistung und Speicher kommen viele Haushalte auf eine Eigendeckung von 70 bis 85 % ihres Jahresstrombedarfs, und in günstigen Lagen auch mehr. Das klingt nur nach einer Zahl, aber dahinter stecken im Jahresschnitt mehrere hundert Euro Stromkostenersparnis. Denn wer rund 85 % seines selbst erzeugten Stroms nutzt, muss diesen nicht vom Stromversorger beziehen. Bei einem kWh-Preis von 30 Cent ist dies eine Ersparnis von rund 510 Euro jährlich!
Wo sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher installieren lässt
Einer der hartnäckigsten Mythen rund um das Thema Balkonkraftwerk ist, dass man zwingend einen Südbalkon braucht. Das stimmt so nicht. Ost-West-Ausrichtungen sind in bestimmten Szenarien sogar vorteilhafter, weil sie die Ertragszeiten über den Tag verteilen. Morgens produziert die Ost-Seite, nachmittags die West-Seite.
Für einen Speicher ist das geradezu ideal, weil er so über längere Zeiträume gleichmäßig geladen wird statt einen kurzen Mittags-Peak abzufedern.
Kleines Kraftwerk bietet Komplettsets für die verschiedensten Montagesituationen an: für den Gitterbalkon, für Fassaden mit Wandhalterung, für Flachdächer und Ziegeldächer. Das ist relevant, weil die Halterung oft der unterschätzte Teil des Gesamtpakets ist. Eine schlechte Halterung macht die Wartung unnötig kompliziert, hält Wind und Wetter schlechter stand und beeinflusst den Neigungswinkel, der wiederum den Jahresertrag spürbar beeinflusst. Bei einem Komplettset ist diese Komponente bereits aufeinander abgestimmt.
Im folgenden Video siehst du Markus Struck, der einen Belastungstest durchführt (Credit: KK Medien)
"Wer Einzelkomponenten kauft, muss hier selbst recherchieren", so Geschäftsführer Struck.
Das beste Balkonkraftwerk mit Speicher: Was bei der Auswahl wirklich entscheidet
Wer das beste Balkonkraftwerk mit Speicher sucht, sollte sich von zu vielen technischen Einzelwerten nicht einschüchtern lassen.
Die entscheidenden Fragen sind eigentlich überschaubar:
- Wie hoch ist der eigene Jahresverbrauch?
- Zu welchen Tageszeiten ist man zu Hause? Wie ist die Montagesituation?
- Und wie groß ist der Wunsch, sich vom Stromnetz unabhängiger zu machen?
Wer diese Fragen beantwortet hat, merkt meist, dass ein gut kombiniertes Komplettset (mit aufeinander abgestimmten Modulen, Wechselrichter, Halterung und Speicher) deutlich sinnvoller ist als ein selbst zusammengestelltes System aus Einzelteilen verschiedener Hersteller.
Die Zeitersparnis bei der Installation, die garantierte Kompatibilität und der direkte Ansprechpartner bei Fragen sind Faktoren, die in der Praxis mehr wert sind, als sie in der Theorie klingen.
So sind bei Kleines Kraftwerk die Sets aufgebaut
Bei Kleines Kraftwerk sind die Sets genau nach diesem Prinzip aufgebaut. Denn alles kommt aus einer Hand, ist miteinander kompatibel und so vorbereitet, dass man auch ohne Elektrikerkenntnisse innerhalb weniger Stunden ans Netz geht.
Testsieger werden Anbieter nicht zufällig, sie werden es, weil sie den Unterschied zwischen einem Produkt auf dem Papier und einem Produkt im echten Einsatz verstehen.
"Das beste Balkonkraftwerk mit Speicher ist am Ende nicht das mit dem höchsten Wert auf dem Datenblatt. Es ist das, das zu den eigenen Gegebenheiten passt, zuverlässig läuft und über Jahre hinweg genau das tut, was versprochen wurde: Strom erzeugen, speichern, verbrauchen und die Stromrechnung Monat für Monat ein wenig geringer werden lassen“, so Markus Struck abschließend.
Alle genannten Sets und Komplettpakete mit Anker SOLIX Speicher sind direkt im Shop von Kleines Kraftwerk verfügbar — inklusive Beratung für die individuelle Montagesituation.
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