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Anker SOLIX Solarbank 2 Pro anschließen: So geht es Schritt für Schritt

Technik & Komponenten
Veröffentlicht 28. August 2026
Anker SOLIX Solarbank 2 Pro anschließen: So geht es Schritt für Schritt - Kleines Kraftwerk
Die Anker SOLIX 2 Pro ist bereits seit zwei Jahren auf dem Markt erhältlich, aber immer wieder erhalten wir in unserem Support Anfragen, wie man diesen All-in-One Balkonkraftwerkspeicher korrekt anschließt. Da die Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro Batteriespeicher, Solar-Laderegler und Wechselrichter in einem Gerät vereint, fallen einige Kabel und zusätzliche Geräte weg. Ganz ohne Regeln geht es beim Anschluss trotzdem nicht: Solarmodule, Solarbank, Hausnetz, App und gegebenenfalls Smart Meter müssen richtig miteinander verbunden werden.
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du die Anker SOLIX Solarbank 2 Pro anschließt, worauf du bei den vier PV-Eingängen achten musst und welche Arbeiten du nicht selbst übernehmen solltest.

Anker SOLIX Solarbank 2 Pro: Das solltest du vor dem Anschließen wissen

Prüfe zuerst, ob die Solarbank und alle Zubehörteile vollständig und unbeschädigt sind. Sind Gehäuse, Kabel oder Steckverbinder beschädigt, darfst du das System nicht in Betrieb nehmen. Die Solarbank 2 Pro besitzt einen 1.600-Wh-LiFePO4-Akku, vier getrennte MPPT-Eingänge und verarbeitet insgesamt bis zu 2.400 Watt PV-Eingangsleistung. Pro PV-Kanal sind maximal 16 Ampere vorgesehen. Der zulässige Betriebsspannungsbereich liegt bei 16 bis 60 Volt DC. Netzgekoppelt gibt die Solarbank maximal 800 Watt an den Haushaltsstromkreis ab.
„Wähle für die Solarbank einen stabilen und ebenen Standort mit ausreichender Luftzirkulation. Anker gibt für die Solarbank 2 Pro die Schutzart IP65 an. Trotzdem sollte das Gerät nicht in stehendem Wasser stehen oder an einem Ort aufgestellt werden, an dem es dauerhaft starker Hitze ausgesetzt ist", sagt Markus Struck, Geschäftsführer von kleines kraftwerk.

2.400 Watt PV-Eingang bedeuten nicht automatisch 2.400 Watt Steckersolar

Die Solarbank kann technisch bis zu 2.400 Watt PV-Leistung aufnehmen. Das bedeutet aber nicht, dass jede solche Konfiguration in Deutschland als gewöhnliches Steckersolargerät betrieben werden darf.

Seit Dezember 2025 gilt die Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Bei einem Anschluss über eine Haushaltssteckdose mit Schutzkontaktstecker sieht der VDE für ein Steckersolargerät maximal 800 VA Wechselrichterleistung und 960 Wp Modulleistung vor. Mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung sind bis zu 2.000 Wp Modulleistung möglich. Anlagen oberhalb dieser Grenzen fallen nicht mehr unter die entsprechenden vereinfachten Regeln.

Wichtig: Die Anker-Anleitung der Solarbank 2 Pro stammt aus dem Jahr 2024 und zeigt den Anschluss über das mitgelieferte Schutzkontaktkabel. „Bei einer heutigen Installation müssen deshalb neben der Herstelleranleitung auch die aktuell geltenden Anschlussregeln berücksichtigt werden", so Christian Ofenheusle, Senior Inhouse Consultant bei kleines kraftwerk.

Anker SOLIX Solarbank 2 Pro anschließen: die richtige Reihenfolge

Anker zeigt in seiner Installationsanleitung eine klare Reihenfolge. Halte dich daran und achte darauf, dass die Steckverbindungen vollständig einrasten.

  • Solarbank aufstellen: Stelle die Solarbank standsicher auf. Nutzt du Erweiterungsakkus, werden diese unter der Solarbank gestapelt und entsprechend der Anleitung mechanisch gesichert.
  • Netzkabel mit der Solarbank verbinden: Schließe das mitgelieferte AC-Kabel vollständig am dafür vorgesehenen Netzanschluss der Solarbank an.
  • Hausnetz anschließen: In der ursprünglichen Herstelleranleitung wird anschließend das AC-Kabel mit einer geerdeten Haushaltssteckdose verbunden. Beachte dabei die heute geltenden Vorgaben für Steckersolargeräte und die installierte Modulleistung.
  • Solarmodule zuordnen: Suche die Plus- und Minus-Stecker der einzelnen Solarmodule und ordne jedes Modul eindeutig einem PV-Eingang der Solarbank zu.
  • PV-Kabel anschließen: Verbinde die Module über geeignete PV-Verlängerungsleitungen mit PV1 bis PV4. Plus und Minus eines Moduls gehören immer zum selben Eingang.
  • System starten: Bei der ersten Inbetriebnahme verlangt die Herstelleranleitung sowohl eine angeschlossene PV-Quelle als auch eine Verbindung zum Hausnetz. Wird die Solarbank beispielsweise nachts eingerichtet, lässt sie sich durch etwa vier Sekunden langes Drücken der Ein-/Aus-Taste starten.
  • App einrichten: Verbinde die Solarbank per Bluetooth mit deinem Smartphone, richte das WLAN ein und prüfe anschließend, ob ein Firmware-Update angeboten wird.

Solarmodule richtig an die Solarbank 2 Pro anschließen

Die Solarbank 2 Pro hat vier getrennte MPPT-Eingänge. Im vorgesehenen Standardaufbau wird jeweils ein Solarmodul direkt an einen Eingang angeschlossen. Dadurch kann die Solarbank jedes Modul getrennt regeln. Unterschiedliche Ausrichtungen oder zeitweise Verschattung eines Moduls wirken sich dadurch weniger auf die übrigen Module aus.

Anker nennt eine maximale PV-Eingangsleistung von insgesamt 2.400 Watt. Jeder der vier MPPT arbeitet mit einem eigenen PV-Kanal und maximal 16 Ampere Eingangsstrom.
Besonders wichtig ist die Spannung: Solarmodule dürfen an der Solarbank 2 Pro nicht in Reihe geschaltet werden. Anker warnt ausdrücklich davor, zwei oder mehr Module in Reihe an einen Eingang anzuschließen. Dadurch könnte die Eingangsspannung über die zulässigen 60 Volt steigen und das Gerät beschädigt werden.

Bevor du andere Module als die im Set vorgesehenen anschließt, solltest du deshalb immer deren Datenblatt prüfen. Entscheidend sind vor allem Leerlaufspannung, Betriebsstrom und Kurzschlussstrom. Dass ein Modul mechanisch an den MC4-Anschluss passt, bedeutet noch nicht automatisch, dass seine elektrischen Werte zur Solarbank passen.

Solarbank 2 Pro mit dem Hausnetz verbinden

Die Solarbank 2 Pro besitzt bereits einen integrierten Wechselrichter. Anders als bei der ersten Solarbank E1600 benötigst du deshalb keinen separaten Mikrowechselrichter zwischen Speicher und Hausnetz. Die netzgekoppelte Ausgangsleistung beträgt maximal 800 Watt. Anker liefert die Solarbank ursprünglich mit einem fünf Meter langen AC-Kabel mit Schutzkontaktstecker aus und zeigt in der Anleitung den direkten Anschluss an eine geerdete Haushaltssteckdose.
Hier ist jedoch die aktuelle Rechts- und Normenlage entscheidend: Seit Veröffentlichung der DIN VDE V 0126-95 gelten für den Anschluss eines Steckersolargeräts über einen Schutzkontaktstecker zusätzliche Anforderungen. Bei dieser Anschlussart darf die installierte Modulleistung laut VDE maximal 960 Wp betragen.

Betreibst du eine größere Konfiguration, darfst du deshalb nicht allein aus der älteren Anker-Anleitung ableiten, dass ein Schutzkontakt-Anschluss automatisch zulässig ist. Verwende außerdem keine Mehrfachsteckdose für die Einspeisung. Der VDE warnt ausdrücklich davor, Steckersolargeräte über Mehrfach-Verteilersteckdosen anzuschließen, weil Leitungen dadurch überlastet werden können.

Solarbank 2 Pro in der Anker-App einrichten

Nach dem elektrischen Anschluss folgt die Einrichtung der Steuerung. Dafür benötigst du die Anker-App, Bluetooth und ein 2,4-GHz-WLAN. Die Solarbank 2 Pro unterstützt kein reines 5-GHz-WLAN. Aktiviere Bluetooth am Smartphone und öffne die Anker-App. Wähle beim ersten Start unbedingt das richtige Land beziehungsweise die richtige Region. Anschließend kannst du über „Gerät hinzufügen“ nach der Solarbank suchen. Nachdem die Verbindung über Bluetooth hergestellt wurde, wählst du dein WLAN aus und gibst das Passwort ein. Danach sollte die Solarbank dauerhaft mit dem Netzwerk verbunden sein. Prüfe anschließend die Firmware. Anker empfiehlt, verfügbare Aktualisierungen während der Einrichtung zu installieren. Solarbank und gegebenenfalls Smart Meter müssen dafür eingeschaltet und mit einem stabilen WLAN verbunden sein.

Smart Meter mit der Solarbank 2 Pro verbinden

Ein Smart Meter ist für den grundsätzlichen Betrieb der Solarbank nicht zwingend erforderlich. Es macht die Steuerung jedoch deutlich genauer. Das Messgerät erfasst den aktuellen Stromverbrauch des Haushalts und übermittelt die Daten an die Solarbank. Diese kann ihre Leistung dadurch an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Überschüssiger Solarstrom wird im Akku gespeichert, statt unnötig ins Netz abgegeben zu werden. Anker bezeichnet diesen Betriebsmodus als Selbstverbrauchsmodus.

Der Smart Meter sitzt jedoch im Bereich der elektrischen Hausverteilung. Arbeiten im Sicherungs- oder Zählerschrank gehören in die Hände einer Elektrofachkraft. Auch Anker empfiehlt für diese Installation ausdrücklich einen qualifizierten Elektrofachbetrieb. Solarbank und Smart Meter müssen anschließend mit demselben lokalen WLAN verbunden sein. 

Ein Hinweis

Für eine stabile Verbindung empfiehlt Anker ein 2,4-GHz-WLAN mit möglichst gutem Empfang. Achte darauf, dass Router, Solarbank und Smart Meter zuverlässig miteinander kommunizieren können.

Erweiterungsakku an die Solarbank 2 Pro anschließen

Die Anker SOLIX Solarbank 2 Pro bietet 1.600 Wh Kapazität und lässt sich mit bis zu fünf BP1600-Erweiterungsakkus auf 9.600 Wh ausbauen. Die Zusatzakkus werden unter der Solarbank gestapelt und über die integrierten Steckverbindungen verbunden. „Der Speicherstapel muss mit den vorgesehenen Halterungen gesichert und entsprechend der Anleitung gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Vor dem Einbau eines Erweiterungsakkus solltest du das System von den Energiequellen trennen. Prüfe anschließend in der Anker-App, ob der neue Akku erkannt wurde", so Markus Struck erneut.

Hier steht die AntDie Solarbank ist weitgehend als Stecksystem aufgebaut. Ob du sie selbst in Betrieb nehmen darfst, hängt jedoch von Modulleistung, Anschlussart und Elektroinstallation ab.
Für Steckersolargeräte gelten aktuell bis zu 800 VA Wechselrichterleistung und 2.000 Wp Modulleistung. Bei Anschluss per Schutzkontaktstecker nennt die DIN VDE V 0126-95 maximal 960 Wp. Anlagen mit mehr als 2 kWp dürfen laut VDE nicht ohne Elektrofachbetrieb in Betrieb genommen werden.
Die Solarbank besitzt vier PV-Eingänge und vier MPPT. Für die übliche Konfiguration sind bis zu vier direkt angeschlossene Module vorgesehen. Entscheidend sind jedoch immer die elektrischen Werte der Module. 
Nein. Anker untersagt die Reihenschaltung an einem PV-Eingang ausdrücklich. Die dadurch erhöhte Spannung kann die maximal zulässigen 60 Volt überschreiten und die Solarbank beschädigen.
Nein. Bei der Solarbank 2 E1600 Pro ist der Wechselrichter bereits integriert. Das unterscheidet sie unter anderem von der ersten Generation der Anker Solarbank.
Für die reine Speicherung von Solarstrom nicht. Wenn die Solarbank ihre Abgabe automatisch an den tatsächlichen Strombedarf deines Haushalts anpassen soll, benötigt sie jedoch entsprechende Messdaten. Dafür lässt sich ein kompatibler Anker SOLIX Smart Meter verwenden.

Fazit: Solarbank 2 Pro anschließen – einfach, aber nicht beliebig

Die Anker SOLIX Solarbank 2 Pro macht den Aufbau eines Balkonkraftwerks mit Speicher vergleichsweise übersichtlich: Vier Solarmodule lassen sich direkt an vier getrennte MPPT-Eingänge anschließen, der Wechselrichter steckt bereits im Gerät und die Steuerung übernimmt die Anker-App.

Trotzdem solltest du nicht einfach jedes Modul und jede Anschlussart miteinander kombinieren. Prüfe Spannung und Stromstärke der Module, vermeide eine Reihenschaltung und beachte die aktuell geltenden Regeln für den Anschluss an das Hausnetz.

„Besonders wichtig: Die ursprüngliche Anker-Anleitung stammt aus dem Jahr 2024. Für eine Installation im Jahr 2026 müssen zusätzlich die inzwischen veröffentlichten Anforderungen der DIN VDE V 0126-95 und die aktuelle VDE-AR-N 4105 berücksichtigt werden", sagt Experte Ofenheusle abschließend.
Marion Helmes

Marion Helmes

Autor/in

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in renommierten Verlagshäusern und der Unternehmenskommunikation bringt Marion umfassendes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von kleines kraftwerk ein. Seit 2025 schreibt sie über erneuerbare Energien und begleitet die Energiewende mit fundierten Ratgebern und praxisnahen Beiträgen.

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