Drei Generationen, drei deutlich unterschiedliche Speichergrößen und auf den ersten Blick sehr ähnliche Funktionen: Wer zwischen Anker SOLIX Solarbank 2 Pro, 3 Pro und 4 Pro wählen möchte, sollte nicht einfach zum neuesten Modell greifen. Entscheidend ist, wie viel Solarstrom dein Balkonkraftwerk tatsächlich erzeugt, wann du ihn verbrauchst und welche Funktionen du wirklich nutzt.
Die Solarbank 2 Pro ist der günstige Einstieg mit 1,6 kWh Kapazität. Die Solarbank 3 Pro erweitert das Konzept um mehr Speicher, höhere PV-Leistung und bidirektionales AC-Laden. Die Solarbank 4 Pro spielt mit 5,02 kWh Grundkapazität, bis zu 5.000 W PV-Eingang und stärkerer Notstromversorgung bereits in einer größeren Leistungsklasse. Unser Vergleich zeigt, welches Modell zu welchem Haushalt passt.
Anker SOLIX 2, 3 und 4 Pro im direkten Vergleich
| Merkmal | Solarbank 2 Pro | Solarbank 3 Pro | Solarbank 4 Pro |
|---|---|---|---|
| Grundkapazität | 1.600 Wh | 2.688 Wh | 5.024 Wh |
| Max. PV-Eingang | 2.400 W | 3.600 W | 5.000 W |
| MPPT | 4 | 4 | 4 |
| Netzgekoppelter Ausgang im Steckersolarbetrieb | bis 800 W | bis 800 W | bis 800 W |
| Bidirektionales AC-Laden | nein | bis 1.200 W | bis 2.500 W |
| Insel-/Notstromausgang | bis 1.000 W | bis 1.200 W | bis 2.500 W |
| Aktuelle Erweiterung bei Kleines Kraftwerk | bis 15,1 kWh mit BP2700 | bis 16,12 kWh mit BP2700 | bis 30,14 kWh mit BP5000 |
| Ladezyklen | mehr als 6.000 | mehr als 6.000 | bis zu 10.000 |
| Schutzart | IP65 | IP65 | IP66 |
| Gewicht | 21,8 kg | 29,2 kg | 50 kg |
| Herstellergarantie | 10 Jahre | 10 Jahre | 10 Jahre |
| Am besten geeignet für | kleinere Haushalte und preisbewusste Einsteiger | Familien, dynamische Tarife und flexible Erweiterung | große Anlagen und hohen Strombedarf |
Ältere Konfigurationen mit BP1600-Zusatzakkus wurden mit maximal 9,6 kWh angeboten. Die aktuelle Produktkonfiguration von kleines kraftwerk nutzt kompatible BP2700-Erweiterungsakkus und erreicht mit fünf Zusatzakkus bis zu 15,1 kWh. Prüfe bei einer bestehenden Anlage vor dem Nachkauf immer Akkutyp, Firmware und aktuelle Kompatibilitätsangaben.
Die wichtigsten Unterschiede verständlich erklärt
Kapazität: Wie lange reicht der gespeicherte Strom?
Die Kapazität gibt an, wie viel Energie der Akku speichern kann. Die Solarbank 2 Pro startet mit 1,6 kWh, die 3 Pro mit 2,688 kWh und die 4 Pro mit 5,024 kWh. Damit bietet die 4 Pro in der Basisausstattung fast doppelt so viel Speicher wie die 3 Pro und mehr als das Dreifache der 2 Pro.
Mehr Kapazität ist aber nur dann ein Vorteil, wenn deine Module den Akku regelmäßig laden und du die gespeicherte Energie anschließend verbrauchst. Ein dauerhaft halb leerer 5-kWh-Speicher senkt die Stromrechnung nicht stärker als ein passend dimensioniertes kleineres Modell.
PV-Eingang: Wie viele Module lassen sich sinnvoll nutzen?
Alle drei Solarbanken besitzen vier unabhängige MPPT-Eingänge. Dadurch können Module mit unterschiedlichen Ausrichtungen oder zeitweiser Verschattung getrennt optimiert werden. Deutlich verschieden ist jedoch die maximale PV-Eingangsleistung:
- Solarbank 2 Pro: bis zu 2.400 W PV-Eingang.
- Solarbank 3 Pro: bis zu 3.600 W PV-Eingang.
- Solarbank 4 Pro: bis zu 5.000 W PV-Eingang.
Wer zwei bis vier Module einsetzen möchte, findet bereits bei der Solarbank 2 Pro viel Spielraum. Bei größeren Anlagen mit sechs, acht oder noch mehr Modulen spielen die 3 Pro und insbesondere die 4 Pro ihre höhere Eingangsleistung aus. Die konkrete Modulanzahl hängt zusätzlich von Spannung, Strom, Verschaltung und den zulässigen Eingangswerten ab.
AC-Laden: Solarstrom und günstigen Netzstrom kombinieren
"Die Solarbank 3 Pro und 4 Pro verfügen über einen bidirektionalen Wechselrichter. Sie können Energie nicht nur an das Hausnetz abgeben, sondern den Akku auch über die AC-Seite laden. Das ist interessant, wenn ein dynamischer Stromtarif günstige oder zeitweise negative Börsenpreise an den Haushalt weitergibt", so Sebastian Hirt, Co-Founder von kleines kraftwerk.
Die 3 Pro lädt den Akku mit bis zu 1.200 W über AC, die 4 Pro mit bis zu 2.500 W. Die Solarbank 2 Pro konzentriert sich dagegen auf das Speichern des direkt angeschlossenen Solarstroms. Für Haushalte ohne dynamischen Tarif ist das nicht automatisch ein Nachteil.
Smart Meter: Nicht jede Automatisierung ist gleich
Bei den hier verlinkten Angeboten gehört ein Smart Meter zum System. Er misst den aktuellen Hausverbrauch und ermöglicht eine bedarfsgerechte Abgabe des gespeicherten Stroms. Bei der Solarbank 3 Pro und 4 Pro kommen umfangreichere Automatisierungen für Verbrauchsprognosen, Wetterdaten und dynamische Tarife hinzu. Die 4 Pro erweitert dieses Energiemanagement zusätzlich um den Smart Meter der zweiten Generation und mehr Systemleistung.
Alle drei Anker-Speicher bei kleines kraftwerk
Solarbank 2 Pro
Der günstige Einstieg für klassische Balkonkraftwerke und überschaubare Abendlasten.
- 1,6 kWh Grundkapazität
- 2.400 W PV-Eingang
- vier MPPT
- 1.000 W Notstromsteckdose
Solarbank 3 Pro
Die ausgewogene Lösung mit größerem Akku, AC-Laden und intelligenter Tarifsteuerung.
- 2,688 kWh Grundkapazität
- 3.600 W PV-Eingang
- 1.200 W AC-Laden
- bis 16,12 kWh erweiterbar
Solarbank 4 Pro
Das leistungsstarke System für große PV-Flächen, hohe Verbräuche und starke Reserven.
- 5,024 kWh Grundkapazität
- 5.000 W PV-Eingang
- 2.500 W AC-Laden
- bis 30,14 kWh erweiterbar
Welcher Speicher passt zu welchem Haushalt?
Geeignet für ein bis zwei Personen, kleinere Balkonkraftwerke und Haushalte mit moderatem Verbrauch am Abend.
Wähle sie, wenn: ein niedriger Einstiegspreis wichtiger ist als Netzladen und maximale Systemleistung.
Geeignet für Paare, Familien und Homeoffice-Haushalte mit höherem Eigenverbrauch und vier bis acht Modulen.
Wähle sie, wenn: du Kapazität, AC-Laden, dynamische Tarife und Erweiterbarkeit ausgewogen kombinieren möchtest.
Geeignet für große Haushalte, umfangreiche PV-Flächen, Wärmepumpe, E-Auto oder besonders hohe Abend- und Nachtlasten.
Wähle sie, wenn: du 5 kWh sofort nutzen kannst und ein stark skalierbares Energiesystem planst.
So findest du die richtige Speichergröße
Der wichtigste Wert ist nicht dein gesamter Jahresverbrauch, sondern der regelmäßig verschiebbare Solarüberschuss. Der Akku wird tagsüber mit Strom geladen, den du in diesem Moment nicht benötigst, und gibt ihn später wieder ab. Für eine realistische Planung helfen vier Fragen:
Zwei Haushalte mit jeweils 4.000 kWh Jahresverbrauch können einen völlig unterschiedlichen Speicherbedarf haben. Wer tagsüber zu Hause ist, verbraucht mehr Solarstrom direkt. Wer erst am Abend Strom benötigt, kann einen größeren Teil in den Akku verschieben.
800 W, AC-Laden und Notstrom richtig einordnen
800 W bleiben im normalen Steckersolarbetrieb die Grenze
Die hohen Leistungswerte der Solarbank 3 Pro und 4 Pro bedeuten nicht, dass du diese Leistung automatisch über eine normale Steckdose in das Hausnetz einspeisen darfst. Für ein Steckersolargerät gelten in Deutschland maximal 800 VA Wechselrichterleistung. Die Geräte können im üblichen Steckersolarbetrieb entsprechend begrenzt betrieben werden.
Höhere netzgekoppelte Leistungen, beispielsweise PluginPower 2.0 bei der Solarbank 4 Pro, setzen eine dafür vorgesehene Installation, die Prüfung beziehungsweise Anpassung des Stromkreises und die regulatorisch korrekte Anmeldung als größere PV-Anlage voraus. Das ist ein anderer Betriebsfall als das klassische Balkonkraftwerk mit Schuko-Stecker.
Notstrom versorgt nicht automatisch die gesamte Wohnung
Alle drei Modelle besitzen einen Insel- beziehungsweise Notstromausgang. Dort lassen sich ausgewählte Geräte direkt anschließen. Die Solarbank 2 Pro liefert bis zu 1.000 W, die 3 Pro bis zu 1.200 W und die 4 Pro bis zu 2.500 W. Ohne zusätzliche Installation entsteht daraus jedoch keine automatische Ersatzstromversorgung für sämtliche Steckdosen im Haushalt.
Die Bypass-Leistung ist ebenfalls nicht mit der Akkuleistung zu verwechseln. Bei vorhandenem Netz kann die 3 Pro am Inselanschluss bis zu 2.000 W und die 4 Pro bis zu 3.600 W durchleiten. Im Stromausfall gelten die jeweiligen Off-Grid-Leistungsgrenzen des Akkus.
PV-Eingangsleistung beschreibt, wie viel Solarleistung verarbeitet werden kann. Netzgekoppelte Ausgangsleistung bezeichnet die Abgabe an das Hausnetz. Notstromleistung gilt für direkt am Inselanschluss betriebene Verbraucher. Diese Werte dürfen nicht miteinander gleichgesetzt werden.
Unsere klare Empfehlung: 2 Pro, 3 Pro oder 4 Pro?
Die Solarbank 2 Pro ist die richtige Wahl, wenn du günstig starten möchtest. Sie bietet vier MPPT, 2.400 W-PV-Eingang und eine solide Grundkapazität. Auf bidirektionales AC-Laden kannst du verzichten, wenn du keinen dynamischen Tarif nutzt und dein Akku überwiegend mit Solarstrom geladen wird.
Die Solarbank 3 Pro ist für die meisten anspruchsvolleren Balkonkraftwerke der beste Kompromiss. Ihre 2,688 kWh Grundkapazität sind alltagstauglich, ohne überdimensioniert zu wirken. Gleichzeitig bietet sie genug PV-Leistung für größere Modulflächen, AC-Laden und eine umfangreiche Erweiterbarkeit.
Die Solarbank 4 Pro lohnt sich, wenn du ihre Leistung tatsächlich ausnutzt. Mit 5,024 kWh Grundkapazität, 5.000 W PV-Eingang und 2.500 W Off-Grid-Leistung ist sie das stärkste System im Vergleich. Für nur zwei Solarmodule und eine geringe Abendlast wäre sie jedoch meist größer und teurer als notwendig.
Marco Larousse, Produktexperte bei kleines kraftwerk, hat in einem youtube-Video einen Vergleich der drei Solarbänke aufgestellt - hier gelangst du zum Video.
Kleine Anlage und begrenztes Budget: Solarbank 2 Pro. Bestes Gesamtpaket für viele Haushalte: Solarbank 3 Pro. Große PV-Fläche, hoher Verbrauch und maximale Reserven: Solarbank 4 Pro.
Häufige Fragen zum Anker-Speichervergleich
Ist die Solarbank 4 Pro automatisch die beste Wahl?
Nein. Sie ist technisch das leistungsstärkste Modell, aber für kleine PV-Anlagen oder geringe Abendverbräuche häufig überdimensioniert. Die beste Solarbank ist diejenige, deren Kapazität und PV-Eingang du regelmäßig nutzen kannst.
Kann die Solarbank 2 Pro mit BP2700-Akkus erweitert werden?
Ja, Anker führt die BP2700 als kompatibel mit der Solarbank-2-Pro-, Plus- und AC-Serie. Die aktuelle Produktkonfiguration von Kleines Kraftwerk bietet bis zu fünf BP2700-Erweiterungsakkus an. Bei einem bestehenden System solltest du vor dem Kauf Modell, Firmware und Installationsvorgaben prüfen.
Welche Solarbank eignet sich für dynamische Stromtarife?
Die Solarbank 3 Pro und 4 Pro können den Akku bidirektional über AC laden und dadurch günstige Tarifzeiten gezielt nutzen. Voraussetzung sind ein passender Stromtarif, die korrekte Einrichtung und aktuelle Preisdaten in der Steuerung.
Brauche ich trotz Speicher einen Smart Meter?
Ein Speicher kann auch mit festen Zeitplänen oder einer festgelegten Abgabe arbeiten. Der Smart Meter macht das System jedoch wesentlich präziser: Er misst den aktuellen Verbrauch und regelt die Abgabe so, dass möglichst wenig Netzstrom bezogen und möglichst wenig Solarstrom ungenutzt eingespeist wird.
Kann ich mit der Notstromsteckdose die Wohnung versorgen?
Die Notstromsteckdose versorgt direkt angeschlossene Geräte innerhalb ihrer Leistungsgrenze. Sie speist bei einem Stromausfall nicht automatisch alle Stromkreise der Wohnung. Eine umfassendere Ersatzstromlösung benötigt eine dafür geplante elektrische Installation.
Wie viele Solarmodule kann ich anschließen?
Entscheidend sind nicht nur die Anzahl der Buchsen, sondern die elektrischen Werte der Module und die zulässigen Spannungs- und Stromgrenzen jedes MPPT. Kleines Kraftwerk nennt je nach Modell bis zu vier Module bei der 2 Pro, bis zu acht bei der 3 Pro und bis zu zwölf bei der 4 Pro. Die konkrete Verschaltung muss zu Modulen und Speicher passen.
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