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Bundesverband zu Steckersolar 2025: Weniger Geräte, mehr Leistung !
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Bundesverband zu Steckersolar 2025: Weniger Geräte, mehr Leistung !

Die neuesten Registerdaten des Marktstammdatenreisters (MaStR) zeigen: 2025 hat der Steckersolar‑Markt nicht abgekühlt. Er ist effizienter geworden. Zwar wurden etwas weniger Anlagen neu angemeldet, doch die installierte Leistung legt kräftig zu. Und damit wird klar: Die nächste Wachstumswelle entscheidet sich nicht nur im Warenkorb, sondern auch im Mietrecht, im Netz und in der Praxis der Vermieter.

Der Bundesverband Steckersolar e. V.(BVSS) hat heute neue Zahlen aus dem Marktstammdatenregister veröffentlicht. Welche Schlüsse der Verband daraus zieht, dessen Vorsitzender Christian Ofenheusle zugleich Senior Inhouse Consultant bei Kleines Kraftwerk ist,  fassen wir in diesem Beitrag zusammen.

Vorweg: Was ist das MaStR und warum lohnt sich der Blick?

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist das zentrale Register der Bundesnetzagentur, das energiewirtschaftliche Stammdaten bündelt und Prozesse sowie Meldepflichten vereinheitlichen soll.


"Für Steckersolargeräte ist das MaStR damit so etwas wie der ehrlichste öffentliche Pulsmesser, wenn auch mit einer Einschränkung, denn es misst nur, was auch wirklich registriert wird", so Christian Ofenheusle vom Bundesverband.


Genau deshalb ist die neue BVSS‑Auswertung so spannend, denn sie zeigt nicht nur den Wachstum, sondern auch die Reife.

Steckersolar 2025: Weniger Geräte, mehr Leistung, größere Systeme

Wer nur auf die Anzahl schaut, könnte die Lage falsch einschätzen: 2025 wurden rund 426.269 Anlagen neu angemeldet. Das bedeutet ein kleines Minus gegenüber 2024 (‑2 %). Aber die Leistungskurve zeigt nach oben. Die neu installierte Modulleistung steigt auf 526 MW (+22 %), die Wechselrichterleistung auf 323 MVA (+5 %). Das heißt übersetzt: Die Anlagen werden größer und damit relevanter für Eigenverbrauch, Netz und Energiewende.

"Dass diese Entwicklung kein Zufall ist, zeigt der Blick in den Datensatz. Die EEG-Novelle 2024 hat die Anmeldung vereinfacht, die Modulleistung auf 2.000 Watt gedeckelt und zugleich die Wechselrichter-Grenze von 600 auf 800 VA angehoben", so Christian Ofenheusle.


Der BVSS berichtet dazu: Die durchschnittliche Modulleistung neuer Anlagen sei 2025 gegenüber 2024 um 26 % gestiegen; bei der durchschnittlichen Wechselrichterleistung nennt der Verband +11 %.

Steckersolar 2025
Christian Ofenheusle ist Vorsitzender des Bundesverbands Steckersolar e.V. und Senior Inhouse Consultant bei Kleines Kraftwerk

Steckersolar 2025: NRW in absoluten Zahlen vorn

Bei der neu installierten Modulleistung liegt Nordrhein‑Westfalen 2025 auf Platz 1 (105,1 MW), gefolgt von Bayern (79,5 MW) und Baden‑Württemberg (70,5 MW). Interessant wird es beim Blick pro Haushalt: Rheinland‑Pfalz führt 2025 mit 14,6 Neuanmeldungen pro 1.000 Haushalte; Niedersachsen, 2024 noch Spitzenreiter, landet dahinter.


Die Stadtstaaten sind Schlusslicht, weil Mietende ausgebremst werden. Denn obwohl Steckersolar für Mietende oft die leichteste Option für eigene Solarstromerzeugung ist, landen Bremen, Berlin und Hamburg in der Auswertung hinten.


Der BVSS nennt als zentralen Grund: "Vermieter erschweren die Nutzung durch überhöhte Anforderungen; Eigenheimbesitzer kommen schlicht schneller voran. Wenn wir also über "Energiewende in Bürgerhand" sprechen, dann entscheidet sich ein großer Teil davon nicht am Wechselrichter, sondern an der Frage, ob Mietende praktisch mitmachen dürfen."


Ein Extra-Service: Kleines Kraftwerk stellt dir hier einen kostenlosen Vordruck zur Verfügung, den du lediglich mit deinen Daten ausfüllst und anschließend direkt an deinen Vermieter senden kannst.

Der Städte-Check: Bremen zeigt, was möglich ist

In der Top‑10‑Liste der Städte >500.000 Einwohner liegt Bremen mit 3,39 % erneut bei den Anmeldungen je 1.000 Einwohner vorne. Und dies ohne spezielles Förderprogramm, wobei Initiativen wie Bremer Solidarstrom offenbar eine Rolle spielen.


Auf Platz 2 liegt Stuttgart mit 3,32 %, danach folgen Dortmund (mit 3,25 %), Duisburg (3,16 %), Dresden (2,73 %), Nürnberg (2,65 %), Essen (2,59 %), Leipzig (2,49 %), Berlin (2,38 %) und Köln mit 2,1 %..


Berlin wiederum ist ein Lehrstück dafür, dass Förderpolitik nicht nur aus Euro pro Anlage besteht. Der BVSS beschreibt, dass es 2023 zwar eine hohe Förderung gab, aber zunächst nur Mietende beantragen durften und Speicher ein Ausschlusskriterium waren; der Verband habe sich für den Wegfall dieser Kriterien eingesetzt. Zudem lief die Förderung Ende 2025 aus.

In der Top‑10‑Liste der Städte mit 100.000 bis 499.999 Einwohner liegt Kassel mit 6,59 % Anlagen pro 1000 Einwohner auf Platz 1, gefolgt von Salzgitter (6,17 %) und Hamm (5,48 %). Auf den weiteren Plätzen liegen: Wolfsburg, Bottrop, Oldenburg, Ingolstadt, Oberhausen, Würzburg und mit 4,56 % auf Platz 10 Ludwigshafen am Rhein.


In der Top‑10‑Liste der Städte mit 30.000 bis 99.999 Einwohner belegt die Stadt Landau in der Pfalz Platz 1 (8,55 %). Auf dem zweiten Platz landete Dessau-Roßlau (7,73 %) vor Emden (6,32 %). Die weiteren Rankings: Worms, Delmenhorst, Neustadt an der Weinstraße, Schwabach, Frankenthal (ebenfalls aus der Pfalz), Neumünster und mit 5,06 % belegt Ansbach den zehnten Platz.

2025 war das Jahr der 4 Solarmodule

Technisch ist 2025 ein Jahr der Standardisierung: Der BVSS sieht einen klaren Trend zu Anlagen mit vier Modulen, um die erlaubten 2.000 Watt auszuschöpfen; ein oder drei Module werden zur Ausnahme.


"Das passt zur Marktrealität: Viele Haushalte denken nicht mehr in "Mini‑PV zum Ausprobieren", sondern in "nennenswerte Entlastung der Stromrechnung"", so der BVSS weiter.

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Das war unser Beitrag zum Thema Steckersolar 2025: Weniger Geräte, mehr Leistung – der Boom wird erwachsenBei Kleines Kraftwerk informieren wir täglich über wichtige Themen rund um Balkonkraftwerke, Speicher und Co.


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