Anker SOLIX 4 Pro anschließen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Was bedeutet „All-in-One-Speicher“?
Bevor du beginnst: Prüfe Modell und Anschlussart
Sieh auf dem Typenschild an der Unterseite nach, welche Modellvariante du vor dir hast. Für Deutschland unterscheidet die Anleitung insbesondere zwischen der 800-W-Schuko-Variante und der 2.500-W-Variante für Wieland-Steckdose oder Hauptverteiler.
Nicht verwechseln
Die maximale PV-Eingangsleistung von 5.000 W ist nicht identisch mit der Leistung, die ins Hausnetz eingespeist wird. Der erlaubte Netzausgang hängt von der Modellvariante und der Anschlussart ab.
Standort und Helfer vorbereiten
- Plane wegen des Gewichts mindestens zwei Personen für das Aufstellen ein, denn die Solarbank wiegt 50 kg (ein BP5000-Erweiterungsakku 42 kg).
- Wähle einen trockenen, stabilen und vor Überflutung geschützten Standort. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Feuerquellen sowie brennbare oder explosive Stoffe.
- Achte auf WLAN-Empfang, kurze Wege zu den PV-Modulen und darauf, dass das 3 m lange AC-Kabel den vorgesehenen Anschluss erreicht.
- Halte eine Bohrmaschine mit einem 8-mm-Bohrer, einen Hammer, einen PH1/PH2-Schraubendreher, einen Stift und Isolierhandschuhe bereit.

System spannungsfrei halten
Schritt-für-Schritt: Solarbank montieren und anschließen
Schritt 1: Erweiterungsakkus stapeln und befestigen
- Entferne nur die Gummistopfen, die für die Verbindung zwischen den Geräten benötigt werden. Der unterste Stopfen bleibt zum Schutz vor Wasser eingesetzt.
- Setze die Erweiterungsakkus nacheinander auf und richte die Kontakte sauber aus.
- Montiere die vorgesehenen Wandhalterungen auf beiden Seiten. Markiere die Bohrpunkte, bohre mit 8 mm, setze die Dübel und ziehe zuerst die lange, danach die kurze Schraube fest.
- Setze die Solarbank als oberstes Gerät auf den Stapel und sichere auch sie beidseitig mit den Halterungen.
- Montiere abschließend das Verriegelungs-Kit.

Schritt 2: Externe Erdung herstellen lassen
Elektrofachkraft erforderlich
Lass die externe Erdung fachgerecht ausführen und prüfen. Laut Anker werden unter anderem ein gelb-grünes 2,5-mm²-GND-Kabel, ein geeigneter Ringkabelschuh, Schrumpfschlauch und Crimpwerkzeug benötigt.

Schritt 3: Solarmodule anschließen
- Direktanschluss: Bis zu vier Module lassen sich jeweils einzeln an PV1 bis PV4 anschließen.
- Parallelschaltung: Mit passenden Y-Verbindern können zwei Module pro Eingang angeschlossen werden; mit dem Anker 3-in-1-Adapter sind drei Module pro Eingang möglich.
- Schalte Solarmodule niemals in Reihe. Dadurch kann die zulässige Eingangsspannung von 60 V überschritten und das Gerät beschädigt werden.
- Bei Parallelschaltung darf der Gesamtkurzschlussstrom am jeweiligen Eingang laut Anleitung 36 A nicht überschreiten.
- Verschließe ungenutzte PV-Anschlüsse mit den wasserdichten Kappen. Anker empfiehlt PV-Kabel unter 3 m Länge.


Schritt 4: Mit dem Stromnetz verbinden

Variante B: Wieland-Steckdose oder Hauptverteiler mit bis zu 2.500 W
Ganz wichtig
Nutze für die Solarbank nur die Anschlussart, die zu deiner Modellnummer und zur fachgerecht ausgeführten Elektroinstallation passt. Ändert sich die Anschlussart, muss auch die Kennzeichnung beziehungsweise Systemkonfiguration entsprechend angepasst werden.
Schritt 5: Optional Notstromverbraucher und Smart-Geräte verbinden
Schritt 6: Solarbank einschalten

Schritt 7: In der Anker App einrichten

Kontrolliere vor dem ersten Betrieb
- Solarbank und Erweiterungsakkus stehen stabil und sind beidseitig an der Wand gesichert.
- Alle benötigten Stapelstecker sitzen vollständig; ungenutzte Öffnungen und PV-Ports sind verschlossen.
- Die externe Erdung wurde fachgerecht ausgeführt und geprüft.
- Plus und Minus jedes PV-Moduls führen zum selben nummerierten PV-Eingang.
- Es gibt keine Reihenschaltung, die die maximale Eingangsspannung überschreiten könnte.
- Der AC-Stecker ist eingerastet, der rote Ring vollständig sichtbar und die Verriegelung gesichert.
- Modellnummer, Anschlussart und eingestellte Ausgangsleistung passen zusammen.
- Die Solarbank ist mit der App und dem 2,4-GHz-WLAN verbunden; Firmware und Systemtest sind aktuell.
Kurz zusammengefasst
All-in-One bedeutet bei der Solarbank 4 E5000 Pro: Akku, Wechselrichter, PV-Anbindung, Netzanschluss, Notstrom und Steuerung sind in einem Gerät gebündelt. Die Montage bleibt dadurch übersichtlich, trotzdem sind die korrekte Erdung, die passende Netzanschlussart und die Einhaltung der elektrischen Grenzwerte entscheidend.
FAQs
Teilweise ja. Entscheidend ist, wie viele Solarmodule du anschließt und wie die Solarbank mit deinem Hausnetz verbunden wird.
Anker liefert die Solarbank 4 E5000 Pro für Deutschland zunächst mit einer AC-Ausgangsleistung von 800 W aus und beschreibt diesen Betrieb als Plug-and-Play-Variante. Für einen normgerechten Anschluss über eine Haushaltssteckdose gelten nach DIN VDE V 0126-95 allerdings zusätzliche Vorgaben. Bei einem Steckersolargerät mit Schuko-Anschluss darf die gesamte Modulleistung maximal 960 Wp betragen. Bis zu 2.000 Wp sind mit einer speziellen Energiesteckvorrichtung möglich. Diese Steckdose muss von einer Elektrofachkraft installiert und der Stromkreis geprüft werden.
Wer die Solarbank mit mehr als 2.000 Wp PV-Leistung oder mit bis zu 2.500 W netzgekoppelter Ausgangsleistung betreiben möchte, benötigt ebenfalls eine Elektrofachkraft. Die Solarbank kann technisch also deutlich mehr, als im klassischen Steckersolarbetrieb ohne Fachinstallation zulässig ist.
Nein. Anker sieht bei der Solarbank 4 E5000 Pro ausschließlich die Parallelschaltung der Solarmodule vor. Eine Reihenschaltung ist nicht zulässig.
Das ist wichtig, weil sich bei einer Reihenschaltung die Spannungen der Module addieren würden. Dadurch könnte die zulässige Eingangsspannung der Solarbank überschritten werden.
Im vereinfachten Steckersolarbetrieb liegt die Grenze bei 800 VA Wechselrichterleistung. Anker bezeichnet diesen Betriebsmodus bei der Solarbank 4 Pro als 800-W-Netzbetrieb. Die Sonderregeln für Steckersolargeräte in Deutschland gelten ebenfalls nur bis zu einer Wechselrichterleistung von insgesamt 800 VA.
Die Solarbank selbst kann technisch jedoch deutlich mehr. Bei entsprechend ausgelegtem und fachgerecht installiertem Netzanschluss sind mit einem einzelnen Gerät bis zu 2.500 W netzgekoppelte Ausgangsleistung möglich. Für diesen Betrieb über 800 W schreibt Anker die Installation durch eine qualifizierte Elektrofachkraft und die entsprechende Anmeldung beim Netzbetreiber vor.
Das hängt von der Konfiguration ab.
Bei einer normgerechten Plug-and-Play-Konfiguration mit maximal 800 VA Wechselrichterleistung und höchstens 960 Wp Modulleistung am zulässigen Haushaltsstecker kann ein Steckersolargerät grundsätzlich vom Nutzer selbst in Betrieb genommen werden.
Bei mehr als 960 Wp bis maximal 2.000 Wp sieht die Produktnorm für den normgerechten Steckersolarbetrieb eine spezielle Energiesteckvorrichtung vor. Deren Installation und die Prüfung des Stromkreises gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Ja. Die Solarbank 4 Pro verfügt über einen separaten Off-Grid-Ausgang. Bei einem Stromausfall kann sie darüber angeschlossene Verbraucher mit bis zu 2.500 W versorgen.
Laut Anker schaltet das System bei einem Netzausfall innerhalb von etwa 10 Millisekunden in den Off-Grid-Betrieb um. Entscheidend ist aber: Die Solarbank versorgt dabei nicht automatisch das gesamte Haus. Notstrom erhalten nur die Geräte, die mit dem dafür vorgesehenen Off-Grid-Ausgang verbunden sind.
Wie lange Kühlschrank, Router, Computer oder andere Geräte weiterlaufen können, hängt vom Ladezustand des Speichers und von der Leistung der angeschlossenen Verbraucher ab.





