Du hast dich für den Anker SOLIX 4 Pro entschieden und willst jetzt wissen, wie du das All-In-One-System anschließen kannst? Dann bist du hier richtig. kleines kraftwerk erklärt dir Schritt für Schritt, wie es funktioniert.
Die Solarbank 4 E5000 Pro kombiniert Speicher, Wechselrichter, PV-Eingänge, Netzanschluss, Notstromausgang und Steuerung in einem Gerät. Das klingt nach einer anspruchsvollen Montage, aber wenn du diese Anleitung beachtest, kannst du schnell mit der Stromspeicherung starten.
Ganz wichtig: Für die Schutzkontakt-Variante kannst du viele Montageschritte selbst vorbereiten. Die vorgeschriebene externe Erdung sowie der Anschluss über eine Wieland-Steckdose oder den Hauptverteiler gehören in die Hände einer Elektrofachkraft.
Anschlüsse und Bedienelemente der Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro (Credit: Anker SOLIX)
Was bedeutet „All-in-One-Speicher“?
Ein All-in-One-Speicher vereint die zentralen Komponenten eines Solarspeichersystems in einem gemeinsamen Gehäuse. Bei der Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro sind der LFP-Akku, der Wechselrichter beziehungsweise die Leistungselektronik, vier PV-Eingänge, der Netzanschluss, ein separater Notstromausgang sowie Display, App-Steuerung und Energiemanagement direkt im Gerät integriert.
Für dich bedeutet das: weniger separate Geräte, kürzere Kabelwege und eine übersichtlichere Installation. „All-in-One“ heißt aber nicht, dass jedes Zubehör automatisch enthalten ist. Solarmodule, Erweiterungsakkus, Smart Meter, Adapter für die Parallelschaltung, Wieland-Zubehör und das Material für die externe Erdung können zusätzlich erforderlich sein.
Bevor du beginnst: Prüfe Modell und Anschlussart
Sieh auf dem Typenschild an der Unterseite nach, welche Modellvariante du vor dir hast. Für Deutschland unterscheidet die Anleitung insbesondere zwischen der 800-W-Schuko-Variante und der 2.500-W-Variante für Wieland-Steckdose oder Hauptverteiler.
Nicht verwechseln
Die maximale PV-Eingangsleistung von 5.000 W ist nicht identisch mit der Leistung, die ins Hausnetz eingespeist wird. Der erlaubte Netzausgang hängt von der Modellvariante und der Anschlussart ab.
Standort und Helfer vorbereiten
Plane wegen des Gewichts mindestens zwei Personen für das Aufstellen ein, denn die Solarbank wiegt 50 kg (ein BP5000-Erweiterungsakku 42 kg).
Wähle einen trockenen, stabilen und vor Überflutung geschützten Standort. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung, Feuerquellen sowie brennbare oder explosive Stoffe.
Achte auf WLAN-Empfang, kurze Wege zu den PV-Modulen und darauf, dass das 3 m lange AC-Kabel den vorgesehenen Anschluss erreicht.
Halte eine Bohrmaschine mit einem 8-mm-Bohrer, einen Hammer, einen PH1/PH2-Schraubendreher, einen Stift und Isolierhandschuhe bereit.
Abmessungen und Gewichte von Solarbank und BP5000-Erweiterungsakku (Quelle: Anker SOLIX)
System spannungsfrei halten
"Schalte die Solarbank während Montage und Verkabelung aus. Verbinde sie erst dann mit PV und Netz, wenn alle mechanischen Arbeiten abgeschlossen sind. Ist das Gerät nass geworden, darfst du es nicht einschalten", empfiehlt Markus Struck, Geschäftsführer von kleines kraftwerk.
Schritt-für-Schritt: Solarbank montieren und anschließen
Schritt 1: Erweiterungsakkus stapeln und befestigen
Wenn du Erweiterungsakkus verwendest, setzt du sie nacheinander aufeinander. Dabei müssen die passenden Steckverbindungen vollständig ineinandergreifen. Bei gemischten Akku-Modellen gilt laut Anker von unten nach oben die Reihenfolge BP1600, BP2700, BP5000.
Entferne nur die Gummistopfen, die für die Verbindung zwischen den Geräten benötigt werden. Der unterste Stopfen bleibt zum Schutz vor Wasser eingesetzt.
Setze die Erweiterungsakkus nacheinander auf und richte die Kontakte sauber aus.
Montiere die vorgesehenen Wandhalterungen auf beiden Seiten. Markiere die Bohrpunkte, bohre mit 8 mm, setze die Dübel und ziehe zuerst die lange, danach die kurze Schraube fest.
Setze die Solarbank als oberstes Gerät auf den Stapel und sichere auch sie beidseitig mit den Halterungen.
Montiere abschließend das Verriegelungs-Kit.
Wandhalterungen und Befestigungsschritte für Solarbank und Erweiterungsakku. Quelle: Anker Benutzerhandbuch
Schritt 2: Externe Erdung herstellen lassen
Die Solarbank muss an einen externen Erdungspunkt angeschlossen werden. Die Erdung ist keine optionale Komfortfunktion, sondern eine Schutzmaßnahme gegen Stromschlag. Das erforderliche Material ist nicht vollständig im Lieferumfang enthalten.
Elektrofachkraft erforderlich
Lass die externe Erdung fachgerecht ausführen und prüfen. Laut Anker werden unter anderem ein gelb-grünes 2,5-mm²-GND-Kabel, ein geeigneter Ringkabelschuh, Schrumpfschlauch und Crimpwerkzeug benötigt.
Prinzip der externen Erdungsverbindung. (Quelle: Anker Benutzerhandbuch)
Schritt 3: Solarmodule anschließen
Die Solarbank besitzt vier nummerierte PV-Eingänge. Schließe Plus und Minus eines Moduls immer an dasselbe Eingangspaar an. Vermische niemals den Pluspol eines Moduls mit dem Minuspol eines anderen PV-Eingangs.
Direktanschluss: Bis zu vier Module lassen sich jeweils einzeln an PV1 bis PV4 anschließen.
Parallelschaltung: Mit passenden Y-Verbindern können zwei Module pro Eingang angeschlossen werden; mit dem Anker 3-in-1-Adapter sind drei Module pro Eingang möglich.
Schalte Solarmodule niemals in Reihe. Dadurch kann die zulässige Eingangsspannung von 60 V überschritten und das Gerät beschädigt werden.
Bei Parallelschaltung darf der Gesamtkurzschlussstrom am jeweiligen Eingang laut Anleitung 40 A nicht überschreiten.
Verschließe ungenutzte PV-Anschlüsse mit den wasserdichten Kappen. Anker empfiehlt PV-Kabel unter 3 m Länge.
Direktanschluss von bis zu vier PV-Modulen. (Quelle: Anker Benutzerhandbuch)
Beispiel für die Parallelschaltung mit Y-Verbindern. (Quelle: Anker Benutzerhandbuch)
Schritt 4: Mit dem Stromnetz verbinden
Variante A: Schuko-Anschluss mit 800 W
1. Prüfe, ob die vorgesehene Steckdose unbeschädigt, für 16 A geeignet und möglichst einem eigenen Stromkreis zugeordnet ist.
2. Stecke den Gerätestecker des mitgelieferten AC-Kabels vollständig in den netzabhängigen Anschluss der Solarbank. Du musst ein Klicken hören; am Stecker ist anschließend ein vollständiger roter Ring sichtbar.
3. Drehe die Sicherungsschraube so weit heraus, bis sich der Entriegelungsriegel nicht mehr drücken lässt.
4. Stecke erst danach den Schuko-Stecker in die vorgesehene Haushaltssteckdose.
Schuko-Anschluss: Stecker einrasten, roten Ring kontrollieren und Verriegelung sichern. (Quelle: Anker Benutzerhandbuch)
Variante B: Wieland-Steckdose oder Hauptverteiler mit bis zu 2.500 W
Diese Anschlussarten dürfen nur von einer zugelassenen Elektrofachkraft installiert werden. Dafür ist ein geeigneter, dedizierter Stromkreis erforderlich. Die Fachkraft prüft Schutzorgane, Leitungsquerschnitt, Steckdose beziehungsweise Hauptverteiler und führt den Anschluss nach den geltenden Vorschriften aus.
Ganz wichtig
Nutze für die Solarbank nur die Anschlussart, die zu deiner Modellnummer und zur fachgerecht ausgeführten Elektroinstallation passt. Ändert sich die Anschlussart, muss auch die Kennzeichnung beziehungsweise Systemkonfiguration entsprechend angepasst werden.
Schritt 5: Optional Notstromverbraucher und Smart-Geräte verbinden
Über den separaten netzunabhängigen Anschluss kannst du bei Bedarf einen Verbraucher direkt versorgen. Die maximale Ausgangsleistung beträgt laut technischen Daten 2.500 W; im AC-Bypass sind bis zu 3.600 W möglich. Überschreite die zulässige Last nicht.
Für eine automatische Verbrauchserfassung und bedarfsgerechte Leistungssteuerung kannst du zusätzlich einen kompatiblen Anker SOLIX Smart Meter oder Smart Plug einbinden. Diese Komponenten sind optional und werden separat eingerichtet.
Schritt 6: Solarbank einschalten
Bei der ersten Nutzung benötigt die Solarbank eine Verbindung zu mindestens einem PV-Modul und zum AC-Netz. Sobald Solar- oder Wechselstrom anliegt, schaltet sie sich automatisch ein. Ohne PV- und AC-Eingang hältst du die Ein/Aus-Taste zwei Sekunden gedrückt, um das Gerät ein- oder auszuschalten.
Nach dem Einschalten wechselt die Solarbank automatisch in den Netzwerkmodus. Die IoT-Taste muss blau blinken. Verbinde das Gerät innerhalb von 30 Minuten über die Anker-App, da es sich sonst wieder ausschaltet.
Einschalten und Netzwerkmodus aktivieren. (Quelle: Anker Benutzerhandbuch)
All-in-One bedeutet bei der Solarbank 4 E5000 Pro: Akku, Wechselrichter, PV-Anbindung, Netzanschluss, Notstrom und Steuerung sind in einem Gerät gebündelt. Die Montage bleibt dadurch übersichtlich, trotzdem sind die korrekte Erdung, die passende Netzanschlussart und die Einhaltung der elektrischen Grenzwerte entscheidend.
Ein redaktioneller Hinweis: Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung basiert auf dem deutschen Original-Benutzerhandbuch „Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro“, Version V1 vom 11. Juni 2026. Sie fasst die für Montage, Anschluss und Inbetriebnahme wichtigsten Punkte redaktionell zusammen und ersetzt nicht die vollständige Herstelleranleitung.
Marion Helmes
Autor/in
Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in renommierten Verlagshäusern und der Unternehmenskommunikation bringt Marion umfassendes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von kleines kraftwerk ein. Seit 2025 schreibt sie über erneuerbare Energien und begleitet die Energiewende mit fundierten Ratgebern und praxisnahen Beiträgen.