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Sind Solarmodule selbstreinigend? Kleines Kraftwerk klärt auf!

Solarmodule sind besonders bei Balkonkraftwerken ein zentraler Bestandteil der Energiewende, die dir den Einstieg in die dezentrale Stromerzeugung erleichtern. Eine häufige Frage unserer Kunden an unseren Service lautet: Reinigen sich Solarmodule von allein?

Die kurze Antwort lautet: nein, vollständig selbstreinigend sind sie nicht. Die Realität ist jedoch differenzierter. Denn bestimmte physikalische Effekte, Materialeigenschaften und technologische Lösungen können den Reinigungsaufwand deutlich reduzieren und die Leistungsfähigkeit langfristig sichern. In diesem Ratgeber erklären wir, wie diese Mechanismen funktionieren, welche Faktoren die Verschmutzung beeinflussen und mit welchen praktischen Tipps Sie sicherstellen, dass Ihre Anlage dauerhaft effizient arbeitet.

Sind Solarmodule selbstreinigend? Und was bedeutet das?

"Der Begriff Selbstreinigungseffekt beschreibt die Fähigkeit einer Solarmodul-Oberfläche, Schmutz durch natürliche Prozesse wie Regen, Wind oder Schnee zu entfernen. Ohne menschliches Zutun können Staubpartikel, Pollen oder leichte Ablagerungen abfließen, wenn das Modul ausreichend geneigt ist; idealerweise ab 12 bis 15 Grad Neigung.


Bei Balkonkraftwerken auf Balkonen oder Terrassen hängt das stark von der Montage ab: Vertikale oder flache Installationen sind weniger effektiv, da Wasser nicht optimal abperlen kann", so Markus Struck, Geschäftsführer von Kleines Kraftwerk.

Trotzdem: Selbstreinigung ist kein Allheilmittel. Vogelkot, Algen, Fette oder industrielle Schadstoffe haften oft fest und blockieren bis zu 20 bis 30 Prozent der Lichtdurchlässigkeit, was den Ertrag mindert. Studien zeigen, dass verschmutzte Module in trockenen Perioden schnell an Effizienz verlieren; bis zu 15 Prozent Leistungsabfall sind realistisch.

Sind Solarmodule selbstreinigend? Regen als Helfer

Bei geneigten Modulen wirkt Regen wie eine natürliche Waschanlage. Das Wasser spült lose Partikel ab, besonders wenn die Glasoberfläche hydrophil (wasseranziehend) ist. Viele Standardmodule nutzen diesen Effekt bereits: Die glatte, antireflektierende Beschichtung minimiert Haftung von Staub.

In Deutschland fallen im Durchschnitt etwa 790 bis 830 Millimeter (Liter pro Quadratmeter) Niederschlag pro Jahr. Der regelmäßige Regen hält Solarmodule in Regionen wie Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen & Co. weitgehend sauber.


Allerdings versagt der Effekt bei:


  • Trockenperioden: Ohne Wasser bleibt Schmutz liegen.
  • Lokalen Schadstoffen: In städtischen Gebieten (z. B. Berlin) lagern sich Feinstaub oder Ruß an.
  • Biologische Verschmutzungen: Algen oder Vogelkot trocknen ein und werden hart.

Natürliche Selbstreinigung reicht für 70 bis 80 Prozent der Fälle, aber eben nicht immer.

Spezielle Beschichtungen: Der nächste Schritt zur Selbstreinigung

Moderne Technologien gehen sogar einen Schritt weiter und machen die Solarmodule aktiv selbstreinigend. Hier kommen sogenannte photokatalytische oder Nano-Beschichtungen zum Einsatz:


  • Photokatalyse: Unter UV-Licht (Sonnenbestrahlung) erzeugen Titandioxid-Partikel radikale Sauerstoffspezies, die organische Schmutzpartikel (Fette, Öle, Algen) chemisch zersetzen. Regen wäscht die Reste ab. Produkte wie Nadisolar oder nano-XPRT Solarmodul-VS SR versprechen 10 Jahre Haltbarkeit und reduzieren Reinigungsintervalle auf ein Minimum.


"Photokatalyse entfernt keinen Schmutz, sondern zersetzt organische Bestandteile. Der Abtransport erfolgt erst durch Wasser", so Markus Struck erneut.


Eine weitere Beschichtung sind hydrophile Effekte: Das Wasser bildet einen flächigen Film statt Tropfen, der Schmutz "abzieht". Der Vorteil: So werden Streifenbildung und Kalkflecken verhindert.


Die Vorteile dieser Beschichtungen liegen auf der Hand:


  • Bis zu 10 % höherer Ertrag durch weniger Reflexion und Schmutz.
  • Weniger Algenbefall und Korrosionsschutz vor Schwarzpilzen.
  • Kosteneinsparung: Reinigung nur alle 1 bis 2 Jahre statt mehrmals jährlich

Wann und wie wirkt sich Verschmutzung aus?

Schmutz reduziert den Ertrag proportional zur Abdeckung: 1 g/m² Staub kostet 3 bis 5 % Lichtdurchlass. Bei Balkonkraftwerken (typisch 300-800 Wp) sind das 1-5 kWh/Jahr Verlust pro Modul. In schmutzbelasteten Gebieten (Straßenrand, Landwirtschaft) häuft sich das.

Praktische Reinigungstipps für Balkonkraftwerke

Ganz wichtig: Selbstreinigung ist kein Freifahrtschein. Deswegen bleibt es wichtig, dass du die Wartung deines kleinen Kraftwerks planst.


  • Häufigkeit: Frühling/Herbst, oder bei > 10 % Ertragsdip. In trockenen Sommern monatlich prüfen.
  • Methode: weiches Wasser, weiche Bürste (kein Hochdruck!). Vermeiden Sie Abriebmittel.
  • Sicherheit: Abschalten, bei Steilheit Profis rufen.
  • Nachrüst-Optionen: Beschichtungen oder Roboterreinigung (zukünftig).
  • Kosten: Selbstreinigung spart 50 bis 200 Euro pro Jahr bei Profi-Reinigung (20 bis 50 Euro/kWp)

Zukunft der Selbstreinigung: Innovationen im Fokus

Aktuelle Entwicklungen versprechen vollständige Autarkie:


  • Selbstreinigende Materialien: Graphen- oder KI-gesteuerte Oberflächen.
  • Roboter: Drohnen mit UV-Reinigern.
  • Integration in Balkonkraftwerke: Kleines Kraftwerk testet beschichtete Module für einfache Montage.


"Als Business Innovator-award-gekröntes Unternehmen (DIIND) setzt Kleines Kraftwerk auf praxisnahe Lösungen: Unsere "Made in Germany"-Halterungen sorgen für optimale Neigung, und wir beraten zu selbstreinigenden Optionen. Ohne Hype, mit Fokus auf Langlebigkeit", so Markus Struck abschließend.

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Das war unser Beitrag zum Thema Sind Solarmodule selbstreinigend? Sollten dich weitere Themen rund um kleine Kraftwerke interessieren und du offene Fragen haben, bist du in unserem Online-Magazin an der richtigen Stelle.

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