Worauf es bei Halterungssystemen ankommt
Flachdächer, Carports, Garagen und ebene Gartenflächen eignen sich ideal für die eigene Stromerzeugung mit Steckersolargeräten. Damit die Anlage über Jahre hinweg sicher und ertragreich arbeitet, entscheidet die Wahl der passenden Aufständerung. Wind, Schnee und Witterung stellen hohe statische Anforderungen an das Montagesystem. Eine unzureichende Fixierung kann zu Dachschäden, Geräuschentwicklung oder Sicherheitsrisiken führen.
Dieser Ratgeber analysiert die technischen Anforderungen an Flachdach- und Gartenhalterungen und zeigt, worauf du bei Montage, Belastbarkeit und Dachschutz achten musst.
Konstruktion ohne Bohren: Das mechanische Prinzip
Bei der Befestigung von Solarmodulen gilt: Das Modul selbst darf mechanisch nicht verändert werden. Ein fachgerechtes Montagesystem nutzt daher die werkseitig vorhandenen Bohrungen im Aluminiumrahmen des Moduls.
Das Aufständerungssystem von kleines kraftwerk basiert auf einem Bügel-Prinzip aus Aluminiumkomponenten mit 4 mm Materialstärke. Jeder Bügel setzt sich aus einer Grundplatte und einer Stütze zusammen. Das Modul wird direkt mit diesen Grundplatten verschraubt.
Ein wichtiger technischer Vorteil dieser Konstruktion ist die integrierte Halterung für den Wechselrichter. Indem der Wechselrichter direkt an der Modulhalterung fixiert wird, entfallen lose Kabelführungen oder zusätzliche Fassadenbohrungen. Das spart Platz und schützt die Steckverbindungen vor mechanischer Zugbelastung.
Statik und Windlast: Standfestigkeit durch Ballastierung
Auf Flachdächern ist das Anbohren der Dachhaut (Bitumen, EPDM oder Folie) zu vermeiden. Jede Dachdurchdringung birgt das Risiko von Undichtigkeiten und Folgeschäden an der Gebäudehülle.
Zur Dachhaut
EPDM-Dachfolie hält bis zu 50 Jahre, ist UV- und ozonbeständig sowie recycelbar, aber in der Anschaffung teurer. Bitumen ist günstiger und leicht zu verarbeiten, hält aber nur etwa 20 Jahre und ist UV-anfälliger.
Stattdessen kommt das Ballastierungsprinzip zum Einsatz:
- Prinzip: Die Halterung wird durch das Auflegen von Gewicht (z. B. handelsübliche Gehwegplatten aus Beton) gesichert.
- Vorteile: Die Dachhaut bleibt vollständig intakt, die Montage eignet sich für Mietobjekte und ist jederzeit rückstandslos rückbaubar.
Je exponierter die Lage, desto höher die erforderliche Ballastierung. Besonders in Rand- und Eckbereichen wirken stärkere Windkräfte, weshalb hier zusätzliche Gewichte notwendig sein können.
In dem folgenden Video seht ihr, wie ein Belastungstest bei kleines kraftwerk durchgeführt wird. Und zwar draußen, direkt am Produkt und ganz ohne Schutzatmosphäre. Begleitet hat uns dabei das Ingenieurbüro Lewald.
Prüfwerte für Schneelast und Windlast
Die Flachdach- und Gartenhalterungen von kleines kraftwerk sind für folgende Belastungsgrenzen ausgelegt:
- Schneelast: Prüfwerte bis zu 5.400 Pascal (entspricht ca. 550 kg/m²).
- Windlast: Prüfwerte bis zu 2.400 Pascal.
Die erforderliche Ballastmenge richtet sich nach der lokalen Windzone, der Gebäudehöhe und der Aufstellfläche. In besonders exponierten Lagen (z. B. Küstenregionen) muss die Beschwerung entsprechend angepasst werden.
Dachschutz: Verteilung von Drucklasten und Erhöhung des Reibwerts
„Die Punktbelastung durch Metallhalterungen und Gewichte kann empfindliche Dachfolien beschädigen. Zudem führen Temperaturschwankungen zu thermischen Ausdehnungen und Mikrobewegungen der Halterung. Aus diesem Grund erfordert eine fachgerechte Flachdachmontage Bautenschutzmatten unter den Grundplatten," sagt Markus Struck, Geschäftsführer von kleines kraftwerk.
Diese erfüllen zwei wesentliche Funktionen:
- Schutz der Dachhaut: Sie verhindern ein Einschneiden oder Abrieb durch Metallkanten auf Bitumen- oder EPDM-Bahnen.
- Reibungserhöhung: Der höhere Reibungskoeffizient verhindert das Verrutschen der Halterung bei starken Windböen.
Einsatz im Garten und auf ebenen Grundflächen
Die Halterung eignet sich nicht nur für Dächer, sondern auch für ebene Flächen im Außenbereich. Dazu zählen Terrassen, Betonplatten oder verdichtete Untergründe im Garten.
Beim Aufbau im Garten gelten folgende Kriterien:
- Untergrund: Der Boden muss eben und tragfähig sein. Ein direkter Erdkontakt ohne feste Unterlage sollte vermieden werden, um Absinken oder Schräglage zu verhindern.
- Neigungswinkel: Die Halterung sorgt für eine feste Aufständerung des Moduls, um die Sonneneinstrahlung optimal zu nutzen.
- Sicherung: Auch im Gartenbereich erfolgt die Fixierung unkompliziert durch Ballastierung.
Lieferumfang und Montagekomponenten
Ein Set zur Befestigung eines Solarmoduls enthält alle strukturellen Teile:
- 2 Grundplatten und 2 Stützen aus korrosionsbeständigem 4 mm Aluminium
- Edelstahl-Schraubenset (M6 × 20 mm) samt M6-Stoppmuttern und Unterlegscheiben
- M6 × 25 mm Schrauben zur Direktmontage des Wechselrichters
- UV-beständige Kabelbinder für eine saubere Kabelführung
- Bautenschutzmatten im Flachdach-Set
Fazit
Eine verlässliche Halterung bildet das Fundament jedes Steckersolargeräts. Das Prinzip der ballastierten Aufständerung bei den Halterungen von kleines kraftwerk verbindet hohe statische Sicherheit mit dem Schutz der Bausubstanz.
„Wer auf geprüfte Schneelast- und Windlastwerte, hochwertige Materialien sowie Bautenschutz setzt, sichert seine Investition dauerhaft ab und stellt einen störungsfreien Betrieb über viele Jahre sicher", so Markus Struck abschließend.
Teilen:




