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Welche Speicherlösungen sind mit meinem 2000-W-Balkonkraftwerk kompatibel?

7. Juli 2026
Marion Helmes

Marion Helmes

Autor/in

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in großen Verlagshäusern und in der PR bringt Marion tiefes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von Kleines Kraftwerk. Seit 2025 berichtet sie dort über alle relevanten Themen rund um Erneuerbare Energie.

Welche Speicherlösungen sind mit meinem 2000-W-Balkonkraftwerk kompatibel? - Kleines Kraftwerk
Du betreibst oder planst ein Balkonkraftwerk mit 2000 Watt Modulleistung und fragst dich, welcher Speicher wirklich dazu passt? 
Die Frage ist berechtigt, denn der Markt für sogenannte Solarbänke ist in den letzten zwei Jahren regelrecht explodiert. Anker SOLIX hat sich dabei als Marktführer positioniert und bietet inzwischen mehrere Generationen und Varianten an, die sich in Anschlussart, Kapazität und Einsatzzweck deutlich unterscheiden. In diesem Beitrag ordnen wir das aktuelle Anker-SOLIX-Portfolio für dich ein und zeigen, welche Solarbank zu deinem 2000-W-Setup passt, ob du nun neu startest oder ein bestehendes Balkonkraftwerk um einen Speicher erweitern willst.

Der rechtliche Rahmen: Was „2000 Watt“ eigentlich bedeutet

"Zunächst zur Begriffsklärung, denn hier entsteht regelmäßig Verwirrung. Seit dem Solarpaket I, das im Mai 2024 in Kraft getreten ist, gelten für steckerfertige Solargeräte in Deutschland zwei getrennte Grenzwerte: bis zu 2.000 Watt Modul-Peak-Leistung (Wp) auf der Solarseite und maximal 800 Watt Wechselrichterleistung, die tatsächlich ins Hausnetz eingespeist werden darf. Die 2000 Watt beziehen sich also auf deine Solarmodule, nicht auf die Einspeiseleistung", so Christian Ofenheusle, Senior Inhouse Consultant bei kleines kraftwerk.

Eine gesonderte Anmeldung beim Netzbetreiber ist seither nicht mehr nötig, verpflichtend bleibt lediglich die Eintragung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur.
Genau in diesem Korridor bewegen sich alle aktuellen Anker-SOLIX-Speicher, wenn sie im Werkszustand betrieben werden. Das ist wichtig zu wissen, weil einzelne Modelle technisch deutlich mehr könnten, für den Steckersolar-Betrieb aber bewusst auf 800 Watt gedrosselt ausgeliefert werden.

DC- oder AC-Kopplung: die erste Weichenstellung

Bevor du dich für ein Modell entscheidest, solltest du wissen, ob du einen DC- oder AC-gekoppelten Speicher benötigst. Bei DC-gekoppelten Systemen werden die Solarmodule direkt an den Speicher angeschlossen. Dieser speichert den erzeugten Gleichstrom und wandelt ihn über einen integrierten Wechselrichter in netzkonformen Wechselstrom um.

Solche Systeme eignen sich besonders für Neuinstallationen oder wenn du dein Balkonkraftwerk ohnehin neu aufbaust oder umfassend modernisierst.
AC-gekoppelte Speicher werden dagegen auf der Wechselstromseite hinter dem bereits vorhandenen Mikrowechselrichter angeschlossen. Sie eignen sich vor allem, wenn du ein bestehendes Balkonkraftwerk nachträglich um einen Speicher erweitern möchtest, ohne die Verkabelung der Solarmodule oder den vorhandenen Wechselrichter zu verändern.

Solarbank 2 E1600: der Klassiker in drei Varianten

Die zweite Generation der Solarbank ist weiterhin erhältlich und deckt mit den Varianten Plus, Pro und AC unterschiedliche Anwendungsfälle ab. Alle Modelle verfügen über eine Basiskapazität von 1,6 kWh, die sich modular auf bis zu 9,6 kWh erweitern lässt.

Was bedeutet MPPT?

Maximum Power Point Tracking (kurz: MPPT) ist ein intelligentes Steuerverfahren, das den optimalen Arbeitspunkt einer Solaranlage kontinuierlich ermittelt.

Die Solarbank 2 E1600 AC wurde speziell für die Nachrüstung bestehender Balkonkraftwerke entwickelt und ist mit den meisten gängigen 800-W-Mikrowechselrichtern kompatibel.


Zwei MPPT-Eingänge ermöglichen den Anschluss von Solarmodulen mit zusammen bis zu 1.200 Watt PV-Leistung. Zusätzlich kann der Speicher über den AC-Eingang mit bis zu 800 Watt geladen werden, sodass Ladeleistungen von insgesamt bis zu 2.000 Watt möglich sind.

Sie eignet sich daher besonders, wenn du bereits ein Balkonkraftwerk mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung und eigenem Mikrowechselrichter betreibst und lediglich einen Speicher nachrüsten möchtest.


Die Pro-Variante ist dagegen DC-gekoppelt und richtet sich vor allem an Neuinstallationen. Hier werden die Solarmodule direkt mit dem Speicher verbunden, der die Wechselrichterfunktion übernimmt. Das System bietet eine PV-Eingangsleistung von bis zu 2.400 Watt und lässt sich ebenfalls auf bis zu 9,6 kWh Speicherkapazität erweitern.

In dem folgenden Video erklärt dir unser Produktexperte die Unterschiede der jeweiligen SOLIX-Speicher

Solarbank 3 E2700 Pro: mehr Kapazität, KI-Steuerung

Mit der dritten Generation hat Anker die Solarbank deutlich weiterentwickelt. Die Speicherkapazität steigt bei nahezu unveränderten Abmessungen auf 2,688 kWh und liegt damit rund 68 % über der des Vorgängers.

Vier unabhängige MPPT-Eingänge ermöglichen eine PV-Eingangsleistung von bis zu 3.600 Watt, ergänzt durch ein integriertes bidirektionales AC-System mit bis zu 1.200 Watt Ladeleistung.

Für den Betrieb als Balkonkraftwerk gelten weiterhin die gesetzlichen Grenzen von bis zu 2.000 Wp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung.


Die Solarbank 3 Pro kann darüber hinaus auch in größeren PV-Systemen eingesetzt werden, sofern die dafür geltenden Anschluss- und Anmeldevorgaben erfüllt werden.


Die Speicherkapazität lässt sich mit bis zu fünf BP2700-Erweiterungsakkus auf insgesamt 16,1 kWh ausbauen. Auch die BP1600-Erweiterungsbatterien der Vorgängergeneration bleiben kompatibel.

Die Solarbank 3 Pro kann nicht nur überschüssigen Solarstrom speichern, sondern auch gezielt Strom aus dem Netz laden. Das macht sie insbesondere in Verbindung mit dynamischen Stromtarifen interessant, da günstige Strompreise zum Laden genutzt und der Strom später verbraucht werden kann.

Solarbank 4 E5000 Pro: die aktuelle Speicher-Spitze

Die vierte Generation ist das derzeit leistungsstärkste Modell der Solarbank-Reihe. Sie kombiniert vier unabhängige MPPT-Eingänge mit einer PV-Eingangsleistung von bis zu 5.000 Watt und einer Speicherkapazität von 5,024 kWh in einem All-in-One-Gerät. Mit BP5000-Erweiterungsbatterien lässt sich die Kapazität modular auf bis zu 30,1 kWh ausbauen.
Für ein Balkonkraftwerk mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung ist vor allem die Standardkonfiguration interessant: Die Solarbank 4 E5000 Pro wird ab Werk mit einer AC-Ausgangsleistung von 800 Watt ausgeliefert und erfüllt damit die Voraussetzungen für den Betrieb als Steckersolargerät. Sie kann entsprechend im Marktstammdatenregister angemeldet werden.

Das System unterstützt jedoch eine Ausgangsleistung von bis zu 2.500 Watt, die ausschließlich im Rahmen einer regulären Photovoltaikanlage und unter Einhaltung der geltenden Anschluss- und Anmeldevorschriften genutzt werden darf.
"Dank vier MPPT-Eingängen und einer PV-Eingangsleistung von bis zu 5.000 Watt lassen sich – abhängig von der Leistung der einzelnen Module – bis zu zwölf Solarmodule anschließen. Für ein klassisches Balkonkraftwerk ist das zunächst mehr Reserve als nötig, eröffnet aber viel Spielraum für spätere Erweiterungen", so Marko Larousse, Produktexperte bei kleines kraftwerk.

Solarbank Max AC: eher die Ausnahme für 2.000-W-Setups

Die Solarbank Max AC richtet sich in erster Linie an Betreiber bestehender Photovoltaikanlagen, die ihren Eigenverbrauch mit einem AC-gekoppelten Speicher erhöhen möchten. Anders als die übrigen Solarbank-Modelle verfügt sie über keine DC-Solareingänge, sondern wird ausschließlich über den AC-Anschluss mit bis zu 3.500 Watt geladen.

Die Ausgangsleistung ist im Standardbetrieb auf 800 Watt begrenzt und erfüllt damit die Voraussetzungen für den Betrieb als Steckersolargerät.
Die Basiskapazität beträgt 7 kWh und lässt sich mit Zusatzakkus auf bis zu 42 kWh erweitern. Für ein klassisches Balkonkraftwerk mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung ist dieses Modell daher in der Regel deutlich größer dimensioniert als erforderlich. Interessant wird die Solarbank Max AC vor allem für Haushalte mit einer bestehenden Dach-PV-Anlage oder für Nutzer, die ihr Energiesystem künftig deutlich erweitern möchten.

Fazit: Welche Solarbank passt zu dir?

Wenn du ein bestehendes Balkonkraftwerk mit bis zu 2.000 Wp Modulleistung und eigenem Mikrowechselrichter besitzt und lediglich einen Speicher nachrüsten möchtest, ist die Solarbank 2 E1600 AC dank ihrer AC-Kopplung die unkomplizierteste Lösung.

Planst du dagegen eine Neuinstallation, bei der der Wechselrichter im Speichersystem integriert ist, kommen die Solarbank 2 E1600 Pro, Solarbank 3 E2700 Pro oder Solarbank 4 E5000 Pro infrage – je nachdem, wie viel Speicherkapazität, intelligente Steuerung und Erweiterungspotenzial du benötigst.

Die Solarbank Max AC lohnt sich vor allem dann, wenn du über ein klassisches Balkonkraftwerk hinausdenkst und perspektivisch ein größeres Energiesystem aufbauen möchtest.
Gut zu wissen: Unabhängig vom Modell werden alle genannten Systeme in ihrer Standardkonfiguration mit einer AC-Ausgangsleistung von 800 Watt ausgeliefert und erfüllen damit die Voraussetzungen für den Betrieb als Steckersolargerät. Soll die Anlage mit einer höheren Ausgangsleistung betrieben werden, gelten die Anschluss- und Anmeldevorschriften für reguläre Photovoltaikanlagen. Informiere dich vor einer entsprechenden Umrüstung bei deinem Netzbetreiber sowie im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur über die geltenden Vorgaben.

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