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Anker Solarbank Max oder Max AC: Welcher Speicher ist für wen gedacht?

Technik & Komponenten
Veröffentlicht 9. September 2026
Zuletzt aktualisiert 7. Oktober 2026
Anker Solarbank Max oder Max AC: Welcher Speicher ist für wen gedacht?

Solarbank Max und Solarbank Max AC klingen fast gleich und starten beide mit 7 kWh Speicherkapazität. Technisch verfolgen die beiden Anker-Speicher jedoch unterschiedliche Konzepte. Die Max AC wird auf der Wechselstromseite in ein bestehendes System eingebunden. Bei der Solarbank Max werden die Solarmodule dagegen direkt an den Speicher angeschlossen. Wir zeigen, worin sich die beiden Systeme unterscheiden und welche Fragen vor der Entscheidung wichtig sind.

Anker hat sein Solarbank-Portfolio 2026 um zwei große Speichersysteme erweitert. Die Anker SOLIX Solarbank Max AC ist als AC-gekoppelter Speicher konzipiert. Die Solarbank Max verbindet dagegen Batteriespeicher, PV-Eingänge und Wechselrichterfunktion in einem System.


Beide starten mit 7 kWh Speicherkapazität und lassen sich mit Erweiterungsbatterien auf bis zu 42 kWh ausbauen. Der entscheidende Unterschied liegt deshalb weniger in der Batterie als in der Frage: Wie gelangt der Solarstrom in das Speichersystem?

Der wichtigste Unterschied: AC oder direkter PV-Anschluss

Bei der Solarbank Max AC sagt der Name bereits, worum es geht. Sie ist ein AC-gekoppelter Speicher. Die vorhandene Photovoltaikanlage arbeitet weiterhin mit ihrem bisherigen Wechselrichter. Dieser wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in Wechselstrom um. Erst auf der AC-Seite des Hauses kommt die Max AC ins Spiel.
Die Solarmodule werden deshalb nicht direkt an die Solarbank Max AC angeschlossen. Sie besitzt dafür keine eigenen DC-PV-Eingänge. Das macht sie insbesondere für Haushalte interessant, die bereits eine Dach-PV-Anlage, ein Balkonkraftwerk oder ein anderes Solarsystem besitzen und dieses um einen Speicher ergänzen möchten. An der bestehenden DC-Verkabelung der PV-Anlage muss dafür nichts verändert werden.

Bei der Solarbank Max funktioniert das anders. Hier werden die Solarmodule direkt mit dem Speicher verbunden. Die Max besitzt dafür drei unabhängige MPPT-Eingänge und übernimmt selbst die Aufgabe des Wechselrichters.

Markus Struck

Geschäftsführer

„Die Solarbank Max AC ist für Haushalte gedacht, die eine bestehende PV-Anlage um einen Speicher ergänzen möchten. Die Solarbank Max dagegen wird zusammen mit den Solarmodulen als neues Gesamtsystem geplant. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Geräten.“

Solarbank Max AC: für eine bereits vorhandene Solaranlage

Die Max AC ist vor allem eine Nachrüstlösung. Wer bereits eine Dachanlage besitzt, deren Wechselrichter zuverlässig arbeitet, muss diesen nicht ersetzen, nur weil künftig Solarstrom gespeichert werden soll. Die bestehende Anlage produziert weiterhin wie bisher. Ein Smart Meter misst den Energiefluss des Haushalts. Entsteht ein Überschuss, kann die Max AC Energie aufnehmen. Wird später Strom im Haushalt benötigt, stellt der Speicher wieder Energie bereit.

Das System startet mit 7 kWh Speicherkapazität und kann mit bis zu fünf BP7000-Erweiterungsakkus auf 42 kWh ausgebaut werden. Anker gibt für den Netzanschluss eine maximale Ein- und Ausgangsleistung von 3,5 kW an. Zusätzlich besitzt das Gerät einen separaten Off-Grid-Anschluss mit bis zu 3.680 W.

„Damit richtet sich die Max AC nicht nur an klassische Balkonkraftwerke. Gerade bei bestehenden größeren PV-Anlagen kann das AC-Konzept interessant sein, weil Speicher und vorhandene Solarhardware weitgehend voneinander unabhängig bleiben", so Markus Struck.
Die Max AC passt eher zu dir, wenn 
  • du bereits eine Dach-PV-Anlage besitzt,
  • dein vorhandener Wechselrichter weiter genutzt werden soll,
  • du dein bestehendes Balkonkraftwerk um einen größeren Speicher ergänzen möchtest,
  • du nicht in die bestehende DC-Verkabelung der Solarmodule eingreifen möchtest,
  • oder du einen Speicher unabhängig von einer neuen PV-Installation einsetzen möchtest.
Anker nennt außerdem die Nutzung zeitabhängiger oder dynamischer Stromtarife als möglichen Einsatzbereich der Max AC. Dabei kann der Speicher grundsätzlich auch Strom aus dem Netz aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder bereitstellen. Ob das wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt jedoch vom jeweiligen Tarif, den Preisunterschieden, dem Verbrauch und der Nutzung des Speichers ab.

Solarbank Max: wenn die Solaranlage neu aufgebaut wird

Die neue Solarbank Max setzt bereits eine Stufe früher an. Hier läuft der Solarstrom direkt von den Modulen in das System. Dafür stehen drei unabhängige MPPTs zur Verfügung. Insgesamt unterstützt Anker eine PV-Eingangsleistung von bis zu 10 kWp und bis zu 20 Solarmodule. Die Module werden dabei zu Strings in Reihe geschaltet. Bis zu zehn Module können laut Hersteller innerhalb eines Strings miteinander verbunden werden.

Das unterscheidet die Max deutlich von kleineren Balkonkraftwerk-Speichern, bei denen einzelne Module normalerweise direkt an separate PV-Eingänge angeschlossen werden.

Die String-Technik ermöglicht größere Modulfelder und unterschiedliche Ausrichtungen. So können beispielsweise Module auf verschiedenen Dachflächen auf getrennte MPPTs verteilt werden. Deshalb ist die Max vor allem für Haushalte interessant, die eine neue Solaranlage aufbauen oder eine vorhandene Anlage grundlegend neu planen.
Die Solarbank Max passt eher zu dir, wenn
  • du noch keine bestehende PV-Anlage mit eigenem Wechselrichter hast,
  • du mehrere Solarmodule direkt an das Speichersystem anschließen möchtest,
  • du eine größere Anlage mit mehreren Modulgruppen planst,
  • deine Module auf unterschiedlichen Dachflächen oder Ausrichtungen liegen,
  • oder du Speicher und Wechselrichter als gemeinsames System aufbauen möchtest.

Max und Max AC im direkten Vergleich

Der wichtigste Unterschied zwischen der Anker SOLIX Solarbank Max AC und der Solarbank Max liegt in der Anbindung der Solarmodule.

Die Solarbank Max AC ist als AC-gekoppelter Speicher konzipiert. Sie besitzt keine eigenen PV-Eingänge und keine MPPTs. Solarmodule werden deshalb nicht direkt an den Speicher angeschlossen. Stattdessen wird sie in eine bereits bestehende Photovoltaikanlage integriert, deren vorhandener PV-Wechselrichter weiter genutzt wird.

Die Solarbank Max ist dagegen für den direkten Anschluss von Solarmodulen ausgelegt. Sie verfügt über drei MPPT-Eingänge und unterstützt eine PV-Eingangsleistung von insgesamt bis zu 10 kWp. Nach Herstellerangaben können daran bis zu 20 Solarmodule angeschlossen werden. Für diese direkt angeschlossenen Module ist kein zusätzlicher PV-Wechselrichter erforderlich.

Bei der Speicherkapazität unterscheiden sich beide Varianten dagegen nicht. Sowohl die Solarbank Max AC als auch die Solarbank Max starten mit 7 kWh Speicherkapazität und lassen sich auf bis zu 42 kWh erweitern.

Damit richten sich die beiden Geräte trotz des ähnlichen Namens an unterschiedliche Einsatzbereiche: Die Solarbank Max AC eignet sich vor allem, wenn eine bestehende PV-Anlage nachträglich um einen Batteriespeicher ergänzt werden soll. Die Solarbank Max ist dagegen für Anlagen gedacht, bei denen Solarmodule und Speicher als gemeinsames System neu geplant und direkt miteinander verbunden werden.

Warum die Solarbank Max trotzdem einen Netzanschluss besitzt

Dass die Max ihre Solarmodule direkt über DC anschließt, bedeutet nicht, dass sie vom Hausstromnetz getrennt arbeitet. Der erzeugte und gespeicherte Strom muss schließlich auch den Verbrauchern im Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Dafür besitzt die Solarbank Max einen AC-Netzanschluss. Die mögliche Leistung hängt von der Anschlussart ab.

Anker bietet für die Solarbank Max auch einen Anschluss über den mitgelieferten Schutzkontaktstecker an und begrenzt die Ausgangsleistung dabei standardmäßig auf 800 W.

Für die Einordnung als normgerechtes Steckersolargerät ist jedoch nicht allein die AC-Ausgangsleistung entscheidend. Nach DIN VDE V 0126-95 sind bei einem Anschluss über eine Haushaltssteckdose maximal 960 Wp Modulleistung vorgesehen.

Größere Konfigurationen der Solarbank Max müssen deshalb hinsichtlich Anschluss, Installation und Anmeldung gesondert betrachtet werden. Für Leistungen oberhalb von 800 W sieht Anker einen eigenen Stromkreis beziehungsweise eine feste Verdrahtung durch eine Elektrofachkraft vor.

Ist die Max damit noch ein Balkonkraftwerk-Speicher?

Genau an dieser Stelle werden die bisherigen Produktkategorien unscharf. Eine Konfiguration mit wenigen Modulen und 800 W Ausgangsleistung kann noch relativ nah an einem klassischen Steckersolarsystem liegen. Eine Anlage mit beispielsweise 10 kWp Modulleistung, mehreren Strings, 7 oder mehr kWh Speicher und mehreren Kilowatt AC-Leistung bewegt sich dagegen technisch deutlich stärker in Richtung einer klassischen PV-Anlage mit Heimspeicher.


Auch rechtlich ist deshalb die jeweilige Konfiguration entscheidend. Wird die Solarbank Max mit einer PV-Leistung oberhalb der für Steckersolargeräte geltenden Grenzen oder mit höherer AC-Leistung betrieben, gelten nicht mehr dieselben vereinfachten Regeln wie bei einem klassischen Balkonkraftwerk.


Die Bezeichnung „Plug-in-Heimspeicher“, die Anker für die Max verwendet, sollte daher nicht so verstanden werden, dass jede mögliche Ausbaustufe einfach per Schutzkontaktstecker betrieben werden kann.

Welche Solarbank ist nun die richtige?

Die Entscheidung zwischen Max und Max AC lässt sich auf eine einfache Frage reduzieren: Existiert bereits eine Solaranlage, deren Wechselrichter weiterarbeiten soll?


Dann ist die Solarbank Max AC in der Regel das naheliegendere Konzept. Sie wird auf der AC-Seite ergänzt und benötigt keinen direkten Anschluss der vorhandenen Module.


Wird dagegen eine neue Solaranlage aufgebaut und sollen die Module direkt an das neue Speichersystem angeschlossen werden?


Dann ist die Solarbank Max dafür vorgesehen. Ihre drei MPPTs und bis zu 10 kWp PV-Eingangsleistung ermöglichen deutlich größere Modulfelder. Die Max ist damit nicht einfach die leistungsstärkere Nachfolgerin der Max AC.  Beide Systeme lösen unterschiedliche Aufgaben. Genau das erklärt auch die fast identischen Namen: Batterie und Plattform sind eng miteinander verwandt, die Anbindung der Photovoltaikanlage ist es nicht.

Marion Helmes

Marion Helmes

Autor/in

Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in renommierten Verlagshäusern und der Unternehmenskommunikation bringt Marion umfassendes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von kleines kraftwerk ein. Seit 2025 schreibt sie über erneuerbare Energien und begleitet die Energiewende mit fundierten Ratgebern und praxisnahen Beiträgen.

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