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Wenn sich die Anzahl der Solarmodule ändert, ist dies zu tun!

Du hast bereits ein Balkonkraftwerk, das im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur eingetragen ist, und möchtest es jetzt erweitern – zum Beispiel um zwei zusätzliche Solarmodule? Super Idee! Immer mehr Verbraucher rüsten ihre bestehenden Anlagen auf, um mehr Sonnenstrom selbst zu nutzen. Doch dabei stellt sich schnell die Frage: Was muss ich bei der Bundesnetzagentur melden, wenn ich mein Balkonkraftwerk erweitere?

Damit du hier rechtlich und technisch auf der sicheren Seite bist, fassen wir in diesem Ratgeberbeitrag die wichtigsten Punkte für dich zusammen. Aktuell und mit einem Blick auf die Neuerungen, die bereits seit 2024 gelten.

Warum eine Meldung im MaStR überhaupt wichtig ist

Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist die offizielle Datenbank der Bundesnetzagentur. Hier werden alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland registriert (von der riesigen Photovoltaik-Freiflächenanlage bis zum kleinsten Balkonkraftwerk).


Die Meldung hat gleich mehrere Zwecke:


  • Sie ermöglicht die Überwachung und Planung des Stromnetzes.

  • Sie stellt sicher, dass jedes Mini-Solarkraftwerk rechtlich erfasst ist.

  • Sie schafft Transparenz in der Energiewende – wer erzeugt eigentlich wie viel.


Wenn du dein Balkonkraftwerk schon eingetragen hast (mittlerweile sind mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke dort registriert), bist du also bereits mit einem MaStR-Eintrag dabei. Dieser enthält technische Daten wie Leistung, Inbetriebnahmedatum, Standort und Betreiberinformationen.

Erweiterung eines bestehenden Balkonkraftwerks – was ändert sich?

Nehmen wir an: Du hattest bisher eine Anlage mit 600 W Wechselrichterleistung (zur Erinnerung: bis 2023 galt diese gesetzliche Grenze). Jetzt möchtest du dein System erweitern und zwei weitere Module anschließen, sodass du auf zum Beispiel 800 W oder 1.000 W Gesamtleistung kommst.


Hier greift das PV-Modernisierungsgesetz, das Anfang 2024 in Kraft getreten ist.


Seitdem gilt: Du darfst nun bis zu 800 W Ausgangsleistung am Wechselrichter betreiben. Ganz wichtig: Die Modulleistung darf höher liegen, also auch 1.000 W oder mehr betragen. Relevant ist, dass der Wechselrichter nicht mehr als 800 W ins Netz einspeist.


Wenn du dein Balkonkraftwerk also aufrüstest, ändert sich je nach Umfang deiner Maßnahme der Status deines MaStR-Eintrags:

Wenn du aber deine bestehenden Solarmodule nur gegen neue, leistungsstärkere ersetzt – ohne die Gesamtleistung deines Wechselrichters zu verändern –, musst du keine neue Anlage eintragen.


"Allerdings ist es ratsam, deinen MaStR-Eintrag zu aktualisieren. Anpassungen wie Modultyp oder Baujahr kannst du im Online-Portal einfach unter "Anlagendaten ändern" nachtragen. Dadurch bleibt dein Eintrag korrekt und aktuell", so Christian Ofenheusle, Senior Inhouse Consultant bei Kleines Kraftwerk.


Wenn du deine Anlage auf bis zu 800 W Einspeiseleistung erweitern willst, ist eine Änderungsmeldung erforderlich. Da du die technische Leistung veränderst, musst du deinen bestehenden MaStR-Eintrag anpassen. Logge dich dafür in deinem MaStR-Account ein, suche deine bestehende Anlage und wähle "Anlage bearbeiten".


Dort änderst du:


  • die Anzahl und Leistung der Module,
  • die Wechselrichterleistungund
  • das Datum der Leistungsänderung (z. B. das Inbetriebnahmedatum der Erweiterung).

Wichtig: Du behältst deine ursprüngliche MaStR-ID! Es handelt sich also nicht um eine neue Anlage, sondern nur um eine Anpassung der bestehenden Daten.

Ein weiterer, möglicher Fall: Du baust praktisch ein neues System oder nutzt einen zweiten Wechselrichter.


Wenn du ein zweites, separates kleines Kraftwerk mit einem eigenen Wechselrichter installierst, wird das als neue Anlage gewertet. In diesem Fall musst du diese zusätzlich im MaStR anmelden, inklusive eigener MaStR-Nummer und technischen Angaben.


Auch wenn beide Anlagen auf demselben Balkon oder derselben Terrasse stehen, zählt das System mit eigenem Wechselrichter als separate Einheit. Das bedeutet: Der alte Eintrag bleibt bestehen, die neue Anlage muss separat eingetragen werden.

Wenn sich die Anzahl der Solarmodule ändert: Weitere Informationen

Idealerweise meldest du Erweiterungen unmittelbar nach der Inbetriebnahme der neuen Module. Eine Frist im klassischen Sinne gibt es nicht, aber laut Bundesnetzagentur soll der Eintrag zeitnah erfolgen.


Neben der Meldung im MaStR solltest du – je nach Netzbetreiber – auch dort die geänderte Leistung kurz mitteilen. Einige Netzbetreiber fordern das ausdrücklich, andere verzichten inzwischen darauf, wenn es sich um steckerfertige Anlagen handelt. 


Und wenn du dich fragst, ob Änderungen im MaStR kostenpflichtig sind, sei gesagt, dass auch die Änderungen kostenlos sind.

Weitere Hinweise zum Thema

Die Daten zum Netzanschluss können vom Anlagenbetreiber nicht geändert werden. Zwar werden diese Daten bei der ersten Registrierung vom Anlagenbetreiber ausgefüllt, im Rahmen der ersten Netzbetreiberprüfung übernimmt jedoch der Netzbetreiber die Verantwortung für diese Daten. Nur der Netzbetreiber kann diese Daten nun ändern.


Werden am gleichen Standort neue Module hinzugefügt und handelt es sich nicht um den Ersatz von Modulen, dann sind diese Module als eine weitere Einheit (SEE) mit eigenem Inbetriebnahmedatum zu registrieren.


Wenn Sie die Leistungsangaben zu einer Einheit ändern, werden die Angaben zur EEG- oder KWK-Anlage nicht automatisch angepasst. Es ist daher erforderlich, bei jeder Änderung die Leistungsangaben zur EEG- bzw. KWK-Anlage zusätzlich zu kontrollieren und ggf. anzupassen.


In diesem detaillierten Hilfedokument der Bundesnetzagentur wird genau erklärt, wie du Anpassungen an einer EEG-Anlage vornehmen kannst.

So einfach wird ein Balkonkraftwerk installiert


Balkonkraftwerke, die auf Dächern, an Fassaden, auf Carports oder eben an einem Balkon installiert werden können, sind unkomplizierte Plug-&-Play-Lösungen. Mit ihnen kannst du sofort mit der Produktion deines eigenen Stroms beginnen. Kleine Kraftwerke sind somit der ideale, stressfreie Einstieg in die Solarenergie. Und wie leicht diese Anlagen sich installieren lassen, zeigen wir dir in dem folgenden Video. 

Ähnliche Beiträge zum Thema Balkonkraftwerke, Speicher, Wechselrichter & Co.

Das war unser Beitrag zum Thema Wenn sich die Anzahl der Solarmodule ändert. Wenn du Lust hast, noch tiefer in die Welt der Mini-Solaranlagen einzutauchen, dann lohnt sich ein Blick in die weiteren Beiträge unseres Online-Magazins.


Wir beleuchten dort nicht nur technische Grundlagen, sondern zeigen dir praxisnah, wie du das Maximum aus deinem Balkonkraftwerk herausholst – von der optimalen Ausrichtung über Erfahrungsberichte bis hin zu Kostenvergleichen und Fördermöglichkeiten.

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