Wenn du jetzt auf deine Stromrechnung schaust und dich fragst, ob das noch verhältnismäßig ist, geht es dir wie Millionen Haushalte in Deutschland. Von daher ist es nicht überraschend, dass immer mehr Menschen überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, Strom selbst zu produzieren, statt dauerhaft auf Netzstrom angewiesen zu sein. Genau hier kommen Balkonkraftwerke, von denen es bereits mehr als 1,4 Millionen installierte hierzulande gibt, ins Spiel. Mit einem kleinen Kraftwerk für das Dach, den Balkon, den Garten oder der Hausfassafe machst du dich Schritt für Schritt unabhängiger – ohne dein Zuhause in eine Großbaustelle zu verwandeln.
Das Inhaltsverzeichnis
Strom selbst produzieren bedeutet, einen Teil seines Bedarfs nicht mehr über Netzstrom abzudecken, sondern direkt bei sich zu Hause zu erzeugen. Wir von Kleines Kraftwerk klären in diesem Ratgeberbeitrag auf und beantworten alle wichtigen Fragen.
Strom selbst produzieren: Warum sich der Wechsel weg vom Netzstrom lohnt
Netzstrom ist nicht nur wegen der Kilowattstundenpreise teuer, sondern auch aufgrund von Netzentgelten, Umlagen und Steuern, die du bei jeder verbrauchten kWh mitbezahlst. Laut aktuellem Stromatlas kostet eine Kilowattstunde im Durchschnitt in der Grundversorgung 40,70 Cent. Wer mit einer Mini-Solaranlage einen Teil seines Stroms selbst produziert, senkt genau diese laufenden Kosten und macht sich weniger abhängig von zukünftigen Preissteigerungen.
Dazu kommt, dass der Stromverbrauch oft unbewusst steigt, weil man beipielsweise mehr im Homeoffice arbeitet odder mehr Technik und zusätzliche Ladegeräte nutzt.
All das sorgt dafür, dass man immer mehr Netzstrom bezieht, solange man seine Stromquelle nicht verändert. Strom selbst zu produzieren ist deshalb nicht nur ein Trend, sondern ein logischer Schritt, um seinen Energiealltag zu modernisieren.
Strom selbst produzieren: Was bedeutet das überhaupt?
Für die meisten Privathaushalte heißt Strom selbst produzieren, indem man Solarenergie über eine Mini-Solaranlage wie ein Balkonkraftwerk, ein Set fürs Dach, die Fassade oder den Garten nutzt.
Die Grundidee ist immer gleich: Solarmodule fangen Sonnenlicht ein, ein Wechselrichter wandelt die Energie in haushaltsüblichen Wechselstrom um, und du speist diesen Strom direkt in dein Hausnetz ein – beim Balkonkraftwerk einfach über eine geeignete Steckverbindung.
Mit den kleinen Kraftwerken kannst du Strom selbst produzieren, ohne eine große und viel teurere PV-Anlage planen zu müssen, denn es gibt fertige Sets für verschiedene Einsatzorte:
- Balkonkraftwerk für deinen Balkon – klassischer Einstieg, ein bis vier Module, schnell montiert.
- Mini-Solaranlage fürs Flachdach – ideal, wenn du ungenutzte Dachfläche hast.
- Set fürs Ziegeldach – für Häuser mit geneigtem Dach, optisch dezent integrierbar.
- Lösung für die Hauswand – wenn Balkon oder Dach ungünstig liegen, aber die Fassade Sonne abbekommt.
- Mini-Solaranlage für den Garten – zum Beispiel auf einem Gestell oder einer freien Fläche.
"So bestimmst du nicht nur, von welchem Anbieter du Strom beziehst, sondern auch, wo er überhaupt entsteht, nämlich direkt bei dir zu Hause", so Markus Struck, Geschäftsführer von Kleines Kraftwerk.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk – oder ist das nur ein Hype?
Ob sich ein Balkonkraftwerk oder eine Mini-Solaranlage lohnt, hängt vor allem von drei Faktoren ab: dem bereits erwähmten Strompreis, dem Stromverbrauch und der Sonneneinstrahlung am gewählten Standort. In vielen Haushalten liegen die Strompreise inzwischen im Bereich von 35 bis 41 Cent pro Kilowattstunde, wodurch jede selbst erzeugte und direkt verbrauchte Kilowattstunde richtig ins Gewicht fällt.
Mit einem Balkonkraftwerk aus ein bis zwei Modulen lässt sich im Jahr grob mehrere hundert Kilowattstunden Strom selbst produzieren (je nach Ausrichtung, Verschattung und Standort).
"Diese Menge muss dann nicht mehr als Netzstrom eingekauft werden. Die Investition für ein kleines Kraftwerk fällt einmalig an, während die Sonne den Strom dauerhaft kostenlos liefert. Über die Jahre gleichen sich die Anschaffungskosten durch die Einsparungen aus, und ab diesem Punkt produziert jede Mini-Solaranlage weiter Strom, ohne dass man dafür zusätzlich zahlen muss. Man kann hier also nicht von einem Hype sprechen, sondern von einer logischen Anschaffung, die nicht nur das eigene Budget schont, sondern auch die Umwelt", so Markus Struck erneut.
Strom selbst produzieren: Mehr Flexibilität, weniger Netzstrom
Ein Balkonkraftwerk gibt Verbrauchern eine enorme Flexibilität, weil man nicht sofort eine große Dachanlage planen muss. Man kann modular starten – zum Beispiel mit einem oder zwei Modulen – und später erweitern, wenn man merkt, dass sich Strom selbst zu produzieren wirklich rechnet.
Die kleinen Kraftwerke sind genau darauf ausgelegt:
- Niedrige Einstiegshürde: Du kannst mit einem Balkonkraftwerk klein anfangen und bei Bedarf nachrüsten.
- Montagefreundlichkeit: Für Balkon, Flachdach, Ziegeldach, Wand oder Garten gibt es passende, durchdachte Sets.
- Skalierbarkeit: Wenn du mehr Eigenstrom willst, kannst du von Balkon auf Dach oder Gartenlösung erweitern.
So reduziert man schrittweise seinen Bedarf an Netzstrom, statt alles auf einmal umzustellen.
Strom selbst produzieren: Die wichtigsten Vorteile im Überblick
Strom selbst zu produzieren ist mehr als ein gutes Gefühl, es bringt konkrete Vorteile im Alltag:
- Mehr Unabhängigkeit vom Netzstrom: Du bist weniger anfällig für Preissprünge, weil ein Teil deines Bedarfs aus Eigenproduktion stammt.
- Direkte Kostenersparnis: Jede Kilowattstunde aus deinem Balkonkraftwerk ersetzt Netzstrom, den du ansonsten bezahlen müsstest.
- Bessere Planbarkeit: Deine Mini-Solaranlage kostet dich vor allem am Anfang etwas, die laufenden Kosten sind sehr gering.
- Klimaschutz im Alltag: Solarstrom ist erneuerbar und senkt deinen persönlichen CO₂-Fußabdruck, ohne dass du auf Komfort verzichten musst.
- Modernisierung deines Zuhauses: Eine gut sichtbare, moderne Energieversorgung macht deine Immobilie attraktiver und zeitgemäßer.
Unser Tipp: Die montagefreundlichen Lösungen von Kleines Kraftwerk helfen dir genau dabei: Du bekommst passende Sets, ohne selbst komplexe Konstruktionen entwerfen zu müssen.
Warum du Netzstrom trotzdem noch brauchst
Auch wenn es viele Vorteile hat, Strom selbst zu produzieren, ist Netzstrom in den allermeisten Haushalten weiterhin wichtig. Denn nachts scheint keine Sonne, und im Winter ist die Ausbeute etwas geringer als im Sommer. Selbst mit einem gut platzierten Balkonkraftwerk deckst du in der Regel nur einen Teil deines Jahresbedarfs.
Netzstrom bleibt sinnvoll, wenn:
- dein aktueller Verbrauch höher ist als das, was deine Mini-Solaranlage gerade liefert,
- du Geräte nutzt, die kurzzeitig viel Leistung ziehen, etwa Backofen, Herd oder Wärmepumpe,
- du keinen optimalen Standort für Module hast – wobei Balkon-, Wand- und Gartenlösungen schon sehr viele Situationen abdecken.
Unser 2. Tipp dazu: Die clevere Strategie lautet deshalb: so viel Strom selbst produzieren wie möglich, so wenig Netzstrom nutzen wie nötig
Kleine Kraftwerke sind die ideale Lösung für jede Wohnsituation
Ob Einfamilienhaus, Reihenhaus, Bungalow oder Etagenwohnung mit Balkon, du musst nicht darauf verzicheten, deinen eigenen Strom zu produzieren. Genau hier spielt die Produktvielfalt der Balkonkraftwerke von Kleines Kraftwerke ihre Stärke aus.
Dies sind typische Szenarien:
- Etagenwohnung mit Südbalkon: Ein Balkonkraftwerk mit ein bis vier Modulen nutzt die verfügbare Fläche optimal.
- Reihenhaus mit Ziegeldach: Eine Mini-Solaranlage fürs Ziegeldach fügt sich unauffällig ins Dachbild ein.
- Bungalow mit Flachdach: Eine Flachdachlösung erlaubt dir, die Module gezielt zur Sonne hin auszurichten.
- Haus mit Garten: Eine Garten-Mini-Solaranlage auf einem Gestell ist ideal, wenn Dach oder Balkon ungünstig liegen.
"Genau diese Flexibilität macht den Einstieg in die eigene Stromproduktion so attraktiv, weil du eine Lösung findest, die zu deiner Wohnsituation passt", so Christian Ofenheusle, Senior Inhouse Consultant bei Kleines Kraftwerk und Vorstand des Bundesverbands Steckersolar e.V. (BSVV).
Strom selbst produzieren: 5 praktische Tipps für den Einstieg
Falls du dir die Frage stellst, ob Strom selbst produzieren für dich schlauer ist, helfen dir ein paar einfache Schritte weiter:
- Kenne deinen Verbrauch: Schau dir deine Jahresstromrechnung an und notiere dir deinen Jahresverbrauch in Kilowattstunden.
- Prüfe deine Flächen: Hast du einen Balkon, ein Flachdach, ein Ziegeldach, eine sonnige Hauswand oder einen Garten? Für all diese Optionen gibt es passende Kleine Kraftwerke.
- Schätze dein Potenzial: Besonders attraktiv wird ein Balkonkraftwerk, wenn du tagsüber Strom verbrauchst – etwa durch Homeoffice, IT, Router, Küchengeräte und Kühlschrank.
- Starte lieber klein als gar nicht: Ein kompaktes Balkonkraftwerk mit ein bis vier Modulen ist ein idealer Einstieg, um Erfahrungen mit Strom selbst produzieren zu sammeln.
- Achte auf Qualität: Hochwertige Komponenten sind wichtig für Sicherheit, Ertrag und Lebensdauer deiner Mini-Solaranlage.
So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie viel Netzstrom du realistisch durch Eigenstrom ersetzen kannst und wie schnell sich die Investition in dein kleines Kraftwerk voraussichtlich amortisiert.
Strom selbst produzieren plus Netzstrom – die clevere Kombination
Die Frage "Was ist schlauer: Strom selbst produzieren oder teuer einkaufen?" lässt sich am besten so beantworten: Das eine ersetzt das andere nicht komplett, aber Eigenstrom verändert das Verhältnis deutlich zu deinen Gunsten.
"Komplett ohne Netzstrom zu leben ist in der Praxis selten sinnvoll, doch ausschließlich auf Netzstrom zu setzen, ist bei den heutigen Möglichkeiten nicht mehr zeitgemäß", so Christian Ofenheusle.
Mit einem Balkonkraftwerk von Kleines Kraftwerk kannst du Schritt für Schritt mehr Strom selbst produzieren und deinen Bedarf an Netzstrom deutlich senken. Du nutzt die Sonne, reduzierst deine laufenden Kosten und machst deine persönliche Energiewende konkret – ohne Großprojekt, dafür mit einem System, das zu deiner Wohnsituation passt.
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