Verbraucht ein Balkonkraftwerk nachts Strom?
Frage des Tages
In unserer Serie „Frage des Tages“ beantworten wir jeden Werktag eine häufig gestellte Frage rund um Balkonkraftwerke, Speicher und Solartechnik – kompakt, fundiert und in wenigen Minuten lesbar.
Die kurze Antwort
Ja, ein Balkonkraftwerk kann nachts eine sehr geringe Menge Strom verbrauchen. Verantwortlich dafür ist in erster Linie der Wechselrichter.
Warum ist das so?
Nachts erzeugen die Solarmodule keinen Strom. Der Wechselrichter bleibt jedoch mit dem Stromnetz verbunden und wechselt in einen energiesparenden Bereitschaftsmodus. In diesem Zustand überwacht er das Stromnetz und erkennt automatisch, sobald am nächsten Morgen wieder ausreichend Sonnenenergie zur Verfügung steht.
Für diese Funktion benötigt er eine minimale Menge Strom aus dem Hausnetz. Der sogenannte Stand-by-Verbrauch liegt bei modernen Wechselrichtern meist unter einem Watt und fällt im Vergleich zur jährlichen Stromerzeugung des Balkonkraftwerks kaum ins Gewicht.
Das solltest du beachten
Der nächtliche Stand-by-Verbrauch eines Balkonkraftwerks ist normal und kein Grund zur Sorge. Wichtig ist, einen hochwertigen Wechselrichter mit geringem Eigenverbrauch zu wählen. Ein tägliches Trennen vom Stromnetz spart kaum Kosten und kann auf Dauer sogar Steckverbindungen unnötig belasten.
Wer zusätzlich einen Batteriespeicher (wie die Anker SOLIX 4 Pro) nutzt, sollte bedenken, dass auch dieser einen geringen Eigenverbrauch hat. Im Verhältnis zu den eingesparten Stromkosten fällt dieser jedoch in der Regel kaum ins Gewicht.
Das Fazit
Jetzt weißt du, dass ein Balkonkraftwerk auch nachts eine minimale Menge Strom verbraucht. Im Verhältnis zur jährlich erzeugten Solarenergie fällt dieser Verbrauch aber kaum ins Gewicht. Wer ein hochwertiges Balkonkraftwerk nutzt, muss sich daher keine Sorgen machen: Die Stromkosten für den nächtlichen Stand-by-Betrieb sind verschwindend gering und werden durch die Einsparungen beim Eigenverbrauch um ein Vielfaches ausgeglichen.




