Zahlreiche Stromversorger wie beispielsweise eprimo passen ab dem 1. April 2026 ihre Tarife an. Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde sinkt, während der jährliche Grundpreis steigt. Auf den ersten Blick wirkt das wie eine Entlastung. Tatsächlich verschiebt sich jedoch die Kostenstruktur – und das trifft besonders Haushalte mit geringem Stromverbrauch.
Das Inhaltsverzeichnis
Warum sich die Anschaffung eines Balkonkraftwerk jetzt besonders lohnt, auch bei nur 1.000 kWh Jahresverbrauch, erfährst du in diesem Ratgeberbeitrag.
Ein Beispiel, das aktuell an eprimo-Kunden verschickt wird und ab dem 1. April 2026 gilt:
Arbeitspreis: von 36,43 ct/kWh auf 34,69 ct/kWh
Grundpreis: von 155,01 € auf 184,83 € pro Jahr
Auf den ersten Blick wirkt das wie eine Entlastung. Tatsächlich verschiebt sich jedoch die Kostenstruktur – und das trifft nicht nur Haushalte mit einem geringen Stromverbrauch.
Warum steigende Grundpreise problematisch sind
Der Grundpreis ist eine feste Jahresgebühr, der unabhängig vom Verbrauch anfällt.
Das bedeutet:
Wer viel Strom verbraucht (z. B. 4.000 kWh), profitiert stärker von einem sinkenden Arbeitspreis.
Wer wenig Strom verbraucht (z. B. 1.000 kWh), spürt die Erhöhung des Grundpreises deutlich stärker.
Je niedriger der Verbrauch, desto höher ist der reale Preis pro Kilowattstunde.
Und genau hier wird ein Balkonkraftwerk besonders interessant.
Warum sich ein Balkonkraftwerk jetzt besonders lohnt
"Ein Balkonkraftwerk produziert Strom direkt auf deinem Balkon, deiner Terrasse oder an der Fassade. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde, reduziert deinen Strombezug aus dem Netz unterliegt keinen Umlagen. Ein kleines Kraftwerk ist unabhängig von Tarifänderungen. Steigende Netzentgelte, Umlagen oder Beschaffungskosten betreffen deinen Eigenstrom nicht", so Markus Struck, Geschäftsführer von Kleines Kraftwerk.
Balkonkraftwerk für Single-Haushalte
Ein häufiger Irrtum ist, dass viele Menschen denken, dass sich ein Balkonkraftwerk bei geringem Verbrauch nicht lohnt. Tatsächlich kann ein 800-Watt-Balkonkraftwerk jährlich etwa 700 bis 900 kWh Strom erzeugen (abhängig von Standort und Ausrichtung).
Ein Single-Haushalt mit 1.000 kWh Jahresverbrauch kann damit einen großen Teil des Strombedarfs selbst decken und die Stromrechnung deutlich senken. Dass man sich dadurch unabhängiger vom Energieversorger macht, ist mehr als nur ein netter Zusatz.
Vorteile für Haushalte mit 4.000 kWh Stromverbrauch
Natürlich profitieren auch größere Haushalte, denn ein hoher Tagesstrombedarf sorgt für einen hohen Eigenverbrauch und jede selbst genutzte Kilowattstunde spart aktuell rund 35 Cent.
Die Investition eines kleinen Kraftwerks amortisiert sich schnell und je höher Strompreis und der Grundpreis sind, desto attraktiver wird ein Balkonkraftwerk.
Strompreis sinkt und Grundpreis steigt: Jetzt handeln statt abwarten
Wenn Stromanbieter den Arbeitspreis senken, aber gleichzeitig den Grundpreis erhöhen, wird klar, dass die Abhängigkeit vom Energieversorger bleibt oder sogar noch größer wird. Ein Balkonkraftwerk reduziert laufende Stromkosten, schützt vor steigenden Fixkosten und erhöht die Unabhängigkeit. Und es rechnet sich auch bei nur 1.000 kWh Jahresverbrauch.
"2026 ist kein Jahr für Abwarten, sondern es ist ein Jahr für Eigenstrom", so Markus Struck erneut.
Häufige Fragen zu Balkonkraftwerken
Wir von Kleines Kraftwerk beantworten alle wichtigen Fragen rund um Balkonkraftwerke. Einige der wichtigsten findest du bereits nachfolgend:
Wie viel Strom produziert ein 800-Watt-Balkonkraftwerk?
Je nach Standort und Ausrichtung etwa 700–900 kWh pro Jahr.
Muss ich Eigentümer sein?
Nein. Balkonkraftwerke eignen sich besonders für Mieter, da sie ohne Dacheingriff installiert werden können.
Wie lange dauert die Amortisation?
Je nach Strompreis und Eigenverbrauch meist wenige Jahre.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk bei 1.000 kWh Jahresverbrauch?
Ja. Gerade bei geringem Verbrauch kann der Eigenversorgungsanteil besonders hoch sein, wodurch sich die Investition deutlich bemerkbar macht.
Was passiert mit überschüssigem Strom?
Nicht verbrauchter Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Eine Vergütung ist bei Balkonkraftwerken in der Regel nicht vorgesehen – deshalb lohnt sich ein möglichst hoher Eigenverbrauch. Moderne Geräte (Kühlschrank, Router, Standby-Verbraucher) sorgen tagsüber automatisch für Grundlast.
Erhöht ein Balkonkraftwerk meinen Grundpreis beim Stromanbieter?
Nein. Der Grundpreis Ihres Stromtarifs bleibt unverändert. Aber: Durch den geringeren Strombezug sinkt Ihre Gesamtrechnung deutlich – besonders bei steigenden Arbeitspreisen.
Ist ein Balkonkraftwerk 2026 erlaubt?
Ja. Kleine Kraftwerke sind legal und politisch ausdrücklich gewünscht. Die Anmeldung ist inzwischen stark vereinfacht und erfolgt über das Marktstammdatenregister.
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