Welche Smart Meter sind mit der Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro kompatibel?
Technik & Komponenten
Veröffentlicht 18. August 2026
Die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro kann in Deutschland mit den beiden Anker-Smart-Metern sowie ausgewählten Messgeräten von Shelly und Everhome zusammenarbeiten. Ein Smart Meter ist zwar nicht für den grundsätzlichen Betrieb erforderlich, ermöglicht aber eine verbrauchsorientierte Leistungssteuerung und eine deutlich präzisere Nutzung des selbst erzeugten Solarstroms.
In diesem Beitrag sagen wir dir, was zu beachten ist, und geben dir Tipps.
Welche Smart Meter sind kompatibel?
Nach aktuellem Stand ist die Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro in Deutschland mit mehreren Smart Metern kompatibel. Dazu zählen sowohl die eigenen Messgeräte von Anker SOLIX als auch ausgewählte Lösungen anderer Hersteller:
- der Anker SOLIX Smart Meter als Vorgängermodell
- der Anker SOLIX Smart Meter Gen 2 als aktuelles Modell mit erweiterten Funktionen,
- der Shelly 3EM für dreiphasige Energiemessungen,
- der Shelly Pro 3EM als für die Hutschienenmontage ausgelegte Variante sowie
- der Everhome Meter mit Eco Tracker IR, der Verbrauchs- und Einspeisewerte über die optische Schnittstelle eines digitalen Stromzählers erfassen kann.
Die Kompatibilitätsliste gilt ausdrücklich für Deutschland und kann sich durch Updates der Anker-SOLIX-App oder neue Firmware-Versionen verändern.
„Prüfe daher vor der Installation stets die aktuelle Kompatibilitätsübersicht von Anker SOLIX und die technischen Voraussetzungen des jeweiligen Drittanbieter-Geräts", so Markus Struck, Geschäftsführer von kleines kraftwerk.
Warum ein Smart Meter sinnvoll ist
Ohne Smart Meter arbeitet die Solarbank anhand der gewählten Einstellungen und kann Energie mit einer festgelegten Leistung ins Hausnetz abgeben. Ein kompatibler Zähler zeigt dagegen in Echtzeit, ob im Haushalt gerade Strom aus dem Netz bezogen oder überschüssige Energie eingespeist wird.
Auf dieser Grundlage kann die Solarbank ihre Leistung bedarfsorientiert anpassen. Ziel ist es, möglichst viel Solar- und Speicherstrom selbst zu nutzen und den Bezug aus dem öffentlichen Netz zu reduzieren. Anker gibt für das Smart Meter der zweiten Generation an, dass die Solarbank ihre Leistung auf Basis der Messdaten innerhalb von bis zu drei Sekunden anpassen kann.
Ein Smart Meter ersetzt allerdings weder die gesetzlich erforderliche Registrierung noch die fachgerechte Planung des Netzanschlusses. Besonders bei einer vorgesehenen AC-Leistung oberhalb von 800 Watt ist die Installation mit Netzbetreiber und Elektrofachbetrieb abzustimmen.
Anker Smart Meter Gen 2
Das Anker SOLIX Smart Meter Gen 2 ist die naheliegendste Wahl für eine neue Solarbank-4-Installation. Es ist offiziell für die Solarbank 4 E5000 Pro freigegeben und bietet gegenüber dem älteren Smart Meter zusätzliche Funktionen.
Dazu gehören:
- Erfassung des Haushaltsverbrauchs in Echtzeit
- Dual-Circuit-Monitoring: Überwachung des Hausanschlusses und – mit einem zweiten - Stromwandlersatz – einer bestehenden PV-Anlage oder eines Speicherkreises
- aktiver Stromkreisschutz bei hohen Anschlussleistungen- Kommunikation über WLAN, Bluetooth und RS-485
- lokale Einbindung in Home Assistant über Modbus TCP beziehungsweise TCP/IP-Transparentprotokoll laut Anker
- einphasige und dreiphasige Varianten.
Info-Box: Home-Assistant-Anbindung
Laut Anker lässt sich das System direkt ins eigene Heimnetzwerk und damit in Home Assistant einbinden. Dafür wird eine Verbindung über das lokale Netzwerk genutzt – Modbus TCP beziehungsweise das TCP/IP-Transparentprotokoll.
Der Vorteil: Die Daten können lokal ausgelesen und in Home Assistant angezeigt werden. So kannst du beispielsweise Betriebsdaten des Systems in deine Smart-Home-Übersicht integrieren und mit anderen Geräten und Automatisierungen verknüpfen. Eine Verbindung zur Cloud ist für diese lokale Kommunikation nicht erforderlich.
Wenn du eine bestehende Dach-PV-Anlage überwachen möchtest, brauchst du bei der dreiphasigen Version möglicherweise zusätzliche Stromwandler (CTs). Die mitgelieferten Stromwandler sind laut Anker für Ströme bis 63 Ampere ausgelegt. Bei höheren Strömen kann ein separat erhältlicher 120-Ampere-Stromwandler verwendet werden.
Wichtig: Der Einbau erfolgt im Verteilerkasten. Anker empfiehlt daher ausdrücklich die Installation durch eine qualifizierte Elektrofachkraft.
Drittanbieter: Shelly und Everhome
Auch Nutzer, die bereits ein Energiemanagement im Haushalt aufgebaut haben, können die Solarbank 4 E5000 Pro einbinden. Anker nennt dafür den Shelly 3EM, den Shelly Pro 3EM sowie den Everhome Meter mit Eco Tracker IR als kompatible Drittanbietergeräte.
Der praktische Unterschied liegt vor allem im Messprinzip:
- Shelly 3EM und Shelly Pro 3EM erfassen den Energiefluss über Stromwandler an den Phasenleitungen. Sie eignen sich daher für eine detaillierte dreiphasige Verbrauchs- und Einspeisemessung.
- Everhome Meter mit Eco Tracker IR liest Messwerte über die optische Schnittstelle eines kompatiblen digitalen Stromzählers aus. Dafür ist kein Eingriff in die Verdrahtung des Zählerschranks nötig; Voraussetzung ist jedoch ein passender Zähler mit optischer Datenschnittstelle.
„Bei Drittanbieter-Geräten sollte vor dem Kauf nicht nur die grundsätzliche Kompatibilität geprüft werden. Entscheidend sind auch die Anbindung in der Anker-App, die Softwareversion, die Netzwerkanforderungen und die Frage, ob der jeweilige Zähler die benötigten Verbrauchs- und Einspeisewerte zuverlässig bereitstellt", so Markus Struck erneut.
Welches Modell passt?
Für die meisten Neuinstallationen mit Solarbank 4 E5000 Pro ist das Smart Meter Gen 2 die funktional umfassendste Option. Es ist direkt auf die aktuelle Anker-SOLIX-Plattform ausgelegt und bietet Funktionen wie Dual-Circuit-Monitoring sowie den erweiterten Stromkreisschutz, die Anker speziell für Solarbank 4 Pro und Solarbank Max AC nennt.
Shelly 3EM oder Shelly Pro 3EM sind besonders interessant, wenn diese Geräte bereits im Smart Home vorhanden sind oder ein Shelly-basiertes Energiemonitoring genutzt wird. Der Everhome Meter ist vor allem eine Option, wenn die Messung unkompliziert über den digitalen Stromzähler erfolgen soll und der vorhandene Zähler dafür geeignet ist.
Fazit
Unabhängig vom gewählten Modell gilt: Ein Smart Meter verbessert die Verbrauchssteuerung, ist aber kein Freifahrtschein für eine höhere Netzeinspeiseleistung. Die Einstellungen der Solarbank, der Anschluss und die Anmeldung müssen weiterhin zur jeweiligen Anlagenkonfiguration und zu den geltenden Vorgaben passen.
Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in renommierten Verlagshäusern und der Unternehmenskommunikation bringt Marion umfassendes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von kleines kraftwerk ein. Seit 2025 schreibt sie über erneuerbare Energien und begleitet die Energiewende mit fundierten Ratgebern und praxisnahen Beiträgen.