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Rund 50 % der Speicherlösungen werden in Eigenregie nachgerüstet

3. Juli 2026
Marion Helmes

Marion Helmes

Autor/in

Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in großen Verlagshäusern und in der PR bringt Marion tiefes Kommunikations-Know-how in die Redaktion von Kleines Kraftwerk. Seit 2025 berichtet sie dort über alle relevanten Themen rund um Erneuerbare Energie.

Rund 50 % der Speicherlösungen werden in Eigenregie nachgerüstet
Rund 50 % aller Speicherlösungen werden nachträglich installiert. Das klingt nach einem Trend. In Wirklichkeit ist es ein Zeichen dafür, wie stark der Markt reif geworden ist – und wie viel Potenzial noch auf dem Tisch liegt.
Wer vor zwei oder drei Jahren ein Balkonkraftwerk oder eine kleine PV-Anlage auf sein Dach oder auf den Balkon installierte, hat das in vielen Fällen ohne Speicher getan. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil die Technologie damals entweder zu teuer, zu sperrig oder schlicht zu wenig ausgereift war. Heute sieht das anders aus. Speicherpreise sind in den vergangenen Jahren massiv gefallen. Zahlen belegen, dass sich bis 2025 eine Kostenreduktion von rund 77 % je kWh Speicherkapazität gegenüber 2013 ergeben. Das ist keine Kleinigkeit, das ist ein Strukturwandel.

Strom erzeugen, wenn die Sonne scheint – nutzen, wenn du ihn brauchst

Gleichzeitig wächst der Markt rasant: Rund 2,4 Millionen Batteriespeicher sind inzwischen in Deutschland in Betrieb, zumeist in Kombination mit einer Photovoltaikanlage (Quelle: Bundesverbandes Solarwirtschaft). In Summe beträgt die installierte Speicherkapazität bereits deutlich über 25 Gigawattstunden. Das reicht rechnerisch aus, um den durchschnittlichen Tagesstromverbrauch von über drei Millionen modernen Zwei-Personen-Haushalten zu speichern.

Die Branche boomt, doch noch immer läuft ein erheblicher Teil der installierten Anlagen ohne Batteriespeicher. Genau darin liegt das größte Wachstumspotenzial.
Das Grundproblem ist so alt wie die Photovoltaik selbst: Solarstrom entsteht tagsüber, der Verbrauch findet vor allem morgens und abends statt. Ohne Energiespeicher können etwa 30 % des selbst erzeugten Stroms verbraucht werden, die restlichen 70 % wandern ins Stromnetz.

Mit einem Energiespeicher dreht sich das Verhältnis quasi um: Der Eigenverbrauch beträgt jetzt 70 % und mehr!

Das ist der entscheidende Hebel. Strom, den du selbst verbrauchst, ist Strom, den du nicht vom Versorger kaufen musst. Die Kosten für Netzstrom liegen aktuell zwischen 28 und 38 Cent pro kWh.
4 schwarze Solarmodule mit Anker Solix 4 Pro Solarbank sowie Smart Meter Gen 2.

Die Anker SOLIX 4 Pro E 5000 in Kombination mit vier Solarmodulen (Credit: kleines kraftwerk)

Was ein Speicher wirklich einspart – konkret gerechnet

Bei einem Haushaltsstrompreis von rund 38 Cent pro Kilowattstunde spart jede zusätzlich selbst genutzte Kilowattstunde Solarstrom etwa 30 bis 38 Cent – abhängig von der entgangenen Einspeisevergütung. Ein 10-kWh-Speicher, der jährlich rund 2.500 kWh zusätzlichen Eigenverbrauch ermöglicht, kann so Einsparungen von etwa 750 bis 970 Euro pro Jahr erzielen.


Auch kleinere Speicherlösungen für Balkonkraftwerke können die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen. Je nach Anlagengröße, Ausrichtung und Verbrauchsprofil sind jährliche Einsparungen von mehreren hundert Euro möglich.


Ein Haushalt mit 5.000 kWh Jahresverbrauch kann mit einer passend dimensionierten PV-Anlage und Batteriespeicher häufig Autarkiegrade von 60 bis 70 % erreichen. Das entspricht einer Eigenversorgung von etwa 3.000 bis 3.500 kWh pro Jahr und einer Stromkostenersparnis von rund 1.100 bis 1.330 Euro jährlich.


Die tatsächliche Wirtschaftlichkeit hängt jedoch immer von Anlagengröße, Speicherkosten, Verbrauchsprofil und zukünftigen Strompreisen ab.

Ein signifikanter Anteil der Neuinstallationen ist keine Erstinstallation

Wer bereits ein Balkonkraftwerk betreibt, merkt irgendwann, dass er Strom produziert, während er nicht zu Hause ist, oder dass er abends aus dem Netz zieht, obwohl seine Anlage tagsüber im Überfluss produziert hat. Das ist der Moment, in dem der Wunsch nach einem Speicher konkret wird.


Für Besitzer bestehender PV-Anlagen lohnt sich die Nachrüstung mit einem modernen Stromspeicher.


"Durch die Integration eines Speichersystems lässt sich die Energieeffizienz der Anlage deutlich steigern und der Eigenverbrauchsanteil am selbst erzeugten Solarstrom erhöhen. AC-gekoppelte Systeme können nachträglich installiert werden, die sich flexibel an bestehende Anlagen anpassen lassen. Genau hier kommt ein Produkt ins Spiel, das wir bei uns besonders im Blick haben", so Markus Struck, Geschäftsführer von kleines kraftwerk.

Speicherlösungen von Anker SOLIX

Anker hat mit seiner Solarbank-Reihe ein Prinzip konsequent umgesetzt, das in der Praxis einen echten Unterschied macht: einfache Installation, modularer Aufbau und eine weitgehend unkomplizierte Inbetriebnahme ohne umfangreiche Elektroarbeiten.


Die Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro kombiniert Speicher, Wechselrichter und vier unabhängige MPPT-Tracker in einem Gerät. Mit 2,68 kWh integrierter Speicherkapazität, bis zu 3.600 Watt PV-Eingangsleistung und einer Notstromsteckdose mit bis zu 1.200 Watt gehört sie zu den leistungsstärksten Lösungen im Segment der Balkonkraftwerk- und Mini-PV-Speicher. Die LiFePO4-Batterie ist laut Anker auf 6.000 Ladezyklen und eine Lebensdauer von bis zu 15 Jahren ausgelegt. Anker gewährt 10 Jahre Garantie.


Der mitgelieferte Smart Meter erfasst den Stromverbrauch im Haushalt in Echtzeit und steuert die Energieflüsse dynamisch. Dadurch wird ein möglichst großer Anteil des erzeugten Solarstroms direkt verbraucht oder zwischengespeichert, anstatt ungenutzt ins Netz abgegeben zu werden. Das System erkennt Verbrauchsspitzen automatisch und passt die Einspeiseleistung entsprechend an.


Noch einen Schritt weiter geht die neue Anker SOLIX Solarbank 4 Pro. Während die Solarbank 3 E2700 Pro auf 2,68 kWh Speicherkapazität und 3.600 Watt PV-Eingangsleistung ausgelegt ist, bietet die Solarbank 4 Pro bereits 5 kWh Basiskapazität und bis zu 5.000 Watt Solareingangsleistung. Vier unabhängige MPPT-Tracker ermöglichen den Anschluss von bis zu zwölf Solarmodulen unterschiedlicher Ausrichtung, wodurch auch komplexere Anlagen effizient betrieben werden können.


Besonders interessant ist die hohe Erweiterbarkeit: Die Solarbank 4 Pro lässt sich modular auf bis zu 30 kWh Speicherkapazität ausbauen und verfügt über eine leistungsstarke Notstromfunktion mit bis zu 2.500 Watt Ausgangsleistung. Damit richtet sich das System nicht mehr nur an klassische Balkonkraftwerke, sondern zunehmend an Haushalte mit höherem Energiebedarf, Wärmepumpe oder Elektroauto.


Hinzu kommen Funktionen wie KI-gestütztes Energiemanagement, dynamische Tarifintegration sowie die Einbindung in Smart-Home-Systeme. Dadurch entwickelt sich die Solarbank 4 Pro von einem reinen Balkonkraftwerk-Speicher zu einer modularen Energieplattform, die mit den Anforderungen des Haushalts mitwachsen kann.

Für alle, die eine bestehende Photovoltaikanlage nachrüsten möchten, hat Anker SOLIX  zusätzlich die Solarbank Max AC herausgebracht. Sie verfügt über einen integrierten bidirektionalen 3,5-kW-Wechselrichter und verzichtet bewusst auf klassische DC-Solareingänge. Stattdessen wird sie über eine Schuko-Steckverbindung in das Hausnetz eingebunden. Dadurch eignet sich das System besonders für Haushalte, die ihre bestehende Dachanlage um einen Speicher ergänzen möchten, ohne den vorhandenen PV-Wechselrichter auszutauschen.


Die Solarbank Max AC startet mit 7 kWh Speicherkapazität und lässt sich durch bis zu fünf zusätzliche 7-kWh-Erweiterungsmodule auf insgesamt 42 kWh ausbauen. Damit wächst das System mit den Anforderungen des Haushalts – etwa wenn später eine Wärmepumpe, eine Wallbox oder weitere elektrische Verbraucher hinzukommen.

Wirtschaftlichkeit: Wann lohnt sich eine Nachrüstung?

Eine Frage, die uns häufig gestellt wird: Lohnt es sich, jetzt nachzurüsten, oder sollte man warten, bis die Preise weiter sinken? Die Antwort ist weniger kompliziert, als sie klingt. Die Preise für Heimspeicher sind in den vergangenen Jahren deutlich gefallen. In vielen Haushalten lassen sich Batteriespeicher heute wirtschaftlich betreiben, weshalb ein Großteil neuer Photovoltaikanlagen im Einfamilienhausbereich direkt mit einem Speicher kombiniert wird. 


Wann sich eine Nachrüstung amortisiert, hängt jedoch von Faktoren wie Speichergröße, Stromverbrauch, Anlagenleistung und Eigenverbrauchsquote ab.


"Wer vor allem in den Abend- und Nachtstunden Strom benötigt, profitiert in der Regel stärker von einem Speicher als jemand, der tagsüber einen großen Teil seines Verbrauchs direkt decken kann", so Markus Struck.


Unter günstigen Bedingungen und bei moderat steigenden Strompreisen können sich moderne Speichersysteme bereits nach vier bis sechs Jahren rechnen. Bei einer vom Hersteller angegebenen Lebensdauer von rund 15 Jahren und Garantielaufzeiten von häufig zehn Jahren oder mehr ergibt sich daraus eine solide wirtschaftliche Perspektive.


Hinzu kommt die steuerliche Seite: Seit Januar 2023 gilt für viele Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher in Deutschland ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Dadurch entfällt die Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation. Gegenüber einer regulären Besteuerung kann sich der Endpreis dadurch um bis zu 19 % reduzieren.

Nachrüsten mit einem Speicher: Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

"Wer bereits ein ein Balkonkraftwerk betreibt und noch keinen Speicher hat, lässt jeden Sonnenstrahl, der über Mittag produziert und nicht sofort verbraucht wird, ins Netz verschwinden. Gleichzeitig kauft er abends teuren Netzstrom zurück. Das muss nicht sein. Die Nachrüstlösungen, die wir bei Kleines Kraftwerk anbieten, sind auf genau diese Situation ausgelegt. Die Anker SOLIX Solarbänke – von der kompakten Solarbank 3 Pro bis zur leistungsstarken SOLIX 4 Pro – decken dabei ein breites Spektrum ab: vom Balkonkraftwerk mit zwei Modulen bis zur größeren Anlage, die bisher ohne Speicher lief", so Markus Struck abschließend.


Die entscheidende Entwicklung ist: Das Nachrüsten war noch nie so einfach, so wirtschaftlich und so zukunftssicher wie heute. Der Markt gibt das her, die Technik auch. Was fehlt, ist in den meisten Fällen nur der erste Schritt.